Trump muss bis 11. Dezember unter Eid gegen BBC aussagen
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 20:43 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSVerfahrensschritte im BBC-Streit
- Ein Bundesrichter verlangt Trumps Aussage bis zum 11. Dezember.
- Bei einer weiteren Weigerung drohen Sanktionen bis zur Abweisung der Klage.
- Die BBC entschuldigte sich im November 2025 für die Bearbeitung des Videos.
Trump muss im BBC-Verfahren aussagen
Im Prozess um eine milliardenschwere Verleumdungsklage gegen die BBC soll US-Präsident Donald Trump unter Eid aussagen. Ein Bundesrichter entschied, dass Trump bis zum 11. Dezember für eine Aussage zur Verfügung stehen muss.
Sanktionen bei weiterer Absage
Falls Trump der Aufforderung nicht nachkommt, drohen ihm Sanktionen, die bis zur Abweisung seiner Klage reichen können. Die BBC hatte den Richter zuvor aufgefordert, eine verbindliche Terminbestätigung durchzusetzen.
Trump sollte ursprünglich am vergangenen Freitag aussagen. Seine Anwälte teilten der Gegenseite jedoch mit, er sei wegen anderer „nationaler Angelegenheiten“ nicht verfügbar.
Terminabsage sorgt für Streit
Am Tag der geplanten Aussage hielt Trump eine Rede in Georgia und besuchte anschließend sein Resort Mar-a-Lago in Florida. Die BBC verlangte daraufhin eine gerichtliche Entscheidung über einen festen Termin.
Streit um Video aus dem Jahr 2021
Trumps im Dezember eingereichte Klage bezieht sich auf ein Video mit Teilen seiner Rede vom 6. Januar 2021. Er behauptet, der Film habe seine Äußerungen falsch dargestellt.
Die BBC entschuldigte sich im November 2025 für die Bearbeitung des Clips. Zugleich bestritt der Sender, dass diese Bearbeitung die Grundlage für eine Verleumdungsklage bildet.
Der Streit zwischen Donald Trump und der BBC verbindet US-amerikanisches Verleumdungsrecht mit der journalistischen Verantwortung für die Bearbeitung politischer Aussagen. Im Mittelpunkt steht ein Videoausschnitt aus einer Rede vom 6. Januar 2021. Trump macht geltend, die Montage habe seine Äußerungen in einem falschen Zusammenhang erscheinen lassen. Die BBC entschuldigte sich im November 2025 für die Bearbeitung, weist jedoch zurück, dass daraus die Grundlage für eine Verleumdungsklage in der geltend gemachten Größenordnung folgt.
Die nun angeordnete Aussage soll Trump Gelegenheit geben, seine Vorwürfe im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens unter Eid zu erläutern. Eine solche Befragung kann sich auf die konkrete Darstellung, die behauptete Schädigung und die geforderte Summe beziehen. Zugleich muss die BBC ihre redaktionellen Entscheidungen und den Umgang mit dem Videomaterial erklären.
Folgen für das Verfahren
Der gesetzte Termin bis zum 11. Dezember erhöht den Druck auf den Kläger, persönlich mitzuwirken. Dass bei einer Missachtung Sanktionen bis zur Abweisung der Klage drohen können, macht die Terminfrage zu einem verfahrensrechtlich wichtigen Punkt. Für die Öffentlichkeit ist der Fall zudem relevant, weil er die Grenze zwischen zulässiger redaktioneller Bearbeitung und einer möglicherweise irreführenden Darstellung politischer Rede berührt. Eine Entscheidung über die milliardenschwere Forderung ist mit der Anordnung der Aussage noch nicht verbunden.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Beitrag schildert den Antrag der BBC-Anwälte auf eine verbindliche Aussage und stellt Trumps frühere Absage wegen anderer „nationaler Angelegenheiten“ in den Mittelpunkt. Damit liegt der Schwerpunkt stärker auf dem Konflikt über seine Verfügbarkeit als auf den materiell-rechtlichen Vorwürfen gegen den Sender.
Stern: „Donald Trump: Richterin zwingt US-Präsident zu Aussage gegen die BBC“ (22.10.2026)
Der Artikel bestätigt die angeordnete Vernehmung bis zum 11. Dezember und ordnet sie als gerichtlichen Zwang zur Aussage ein. Im Vergleich zum Beitrag der Frankfurter Rundschau rückt er die Entscheidung des Gerichts und den Termin stärker in den Vordergrund; offen bleibt weiterhin der Ausgang der Klage.
Beide Beiträge stellen den verbindlichen Aussage-Termin heraus. Unterschiede ergeben sich vor allem beim Schwerpunkt: Während der eine die Terminabsage und Trumps Aktivitäten am fraglichen Tag beleuchtet, konzentriert sich der andere auf die gerichtliche Anordnung.
