Iran, USA

Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung

06.04.2026 - 03:25:04 | dpa.de

Trump poltert, Teheran kontert. Auf das neue Ultimatum des US-Präsidenten zur Öffnung der Straße von Hormus reagiert ein iranischer Regierungsvertreter mit deutlichen Worten.

Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus zuerst Kompensation für die Kriegsschäden. (Archivbild) - Foto: Altaf Qadri/AP/dpa

Der Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus mit eigenen Drohungen reagiert. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, «wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden», schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten.

Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde «niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, insbesondere nicht für die USA und Israel.» Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. 

Trump hat der Führung in Teheran erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. «Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen», schrieb er Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. 

Trump und Teheran beschimpfen sich gegenseitig

Trump habe aus «purer Verzweiflung und Wut» zu ordinären Beschimpfungen gegriffen, schrieb Tabatabaei auf X und erwiderte: «Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht» und prahle damit.

Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut «offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören». Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien «verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät», heißt es in dem Post der UN-Mission.

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