Nidal Hasan, Todesstrafe in den USA

Trump stoppt Livestream von Hasans Hinrichtung am 3. Dezember

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 17:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-Präsident Donald Trump stoppt die geplante Übertragung der Exekution von Nidal Hasan im Internet. Die Hinrichtung des früheren Militärpsychiaters soll am 3. Dezember dennoch auf dem Militärstützpunkt Fort Hood stattfinden.

Hasans Urteil und der Termin in Texas

  • Donald Trump sagte die geplante Internetübertragung der Hinrichtung von Nidal Hasan ab.
  • Hasan soll am 3. Dezember in Fort Hood durch ein Erschießungskommando hingerichtet werden.
  • Bei dem Angriff 2009 starben 13 Menschen, 32 weitere wurden verletzt.
  • US-Präsident Donald Trump hat die geplante Live-Übertragung der Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Malik Hasan abgesagt. - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Der verurteilte Attentäter soll auf dem Militärstützpunkt hingerichtet werden, auf dem er einst ein Massaker verübte. (Archivbild) - Bild: Bob Daemmrich/epa/dpa
  • Er hatte die Livestream-Pläne bestätigt - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild) - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump hat die geplante Live-Übertragung der Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Malik Hasan abgesagt. - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Der verurteilte Attentäter soll auf dem Militärstützpunkt hingerichtet werden, auf dem er einst ein Massaker verübte. (Archivbild) - Bild: Bob Daemmrich/epa/dpa Er hatte die Livestream-Pläne bestätigt - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Archivbild) - Bild: Alex Brandon/AP/dpa

Trump stoppt Livestream von Hasans Hinrichtung

US-Präsident Donald Trump hat die geplante Live-Übertragung der Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan abgesagt. Die Erschießung soll am 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas stattfinden.

Angehörige dürfen persönlich teilnehmen

Trump begründete die Kehrtwende auf seiner Plattform Truth Social mit dem Wunsch vieler „sehr guter und wohlmeinender Menschen“, nicht beim Tod des Mannes zuzusehen. Eine öffentliche Übertragung hätte nach seiner Einschätzung zwar abschreckend wirken können, werde nun aber nicht im Internet gezeigt.

Die engsten Angehörigen der Opfer sollen auf Wunsch persönlich anwesend sein dürfen. Hasan hatte 2009 auf dem Stützpunkt 13 Menschen getötet und 32 weitere verletzt.

Livestream-Pläne lösten Kritik aus

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zunächst eine öffentliche Hinrichtung angekündigt und später bestätigt, dass die Exekution live übertragen werden solle. Zur Begründung verwies er auf die Notwendigkeit, die Konsequenzen solcher Taten sichtbar zu machen.

Die Pläne stießen parteiübergreifend auf Kritik. Vizepräsident JD Vance erklärte, er werde sich eine mögliche Übertragung nicht ansehen. Kritiker warnten unter anderem davor, dass Aufnahmen Terroristen als Propagandamaterial dienen könnten und Kinder die Bilder sehen könnten.

Historisch seltene Militärhinrichtung

Hasan war Militärpsychiater und wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Nach Angaben des Death Penalty Information Center ist er einer von vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem.

Sollte das Urteil vollstreckt werden, wäre es die erste Militärhinrichtung in den USA seit 65 Jahren und die erste Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg. Hasan kann das Todesurteil noch vor Bundesgerichten anfechten, was den Termin auf unbestimmte Zeit verzögern könnte.

Die Absage des Livestreams nimmt der geplanten Hinrichtung einen besonders umstrittenen Bestandteil, ändert aber nichts an der vorgesehenen Vollstreckung des Todesurteils gegen Nidal Hasan. Nach Angaben der Meldung soll der ehemalige Militärpsychiater am 3. Dezember auf dem Gelände von Fort Hood durch ein Erschießungskommando getötet werden.

Der Fall verbindet mehrere Debatten: die Todesstrafe, die Rolle des Militärjustizsystems und die öffentliche Inszenierung staatlicher Gewalt. Eine Übertragung im Internet hätte die Hinrichtung weit über den Kreis zugelassener Beobachter hinaus zugänglich gemacht. Die von Trump genannte mögliche Abschreckungswirkung steht dabei dem Risiko gegenüber, dass Bildmaterial propagandistisch genutzt oder unkontrolliert weiterverbreitet wird.

Militärjustiz und mögliche Verzögerung

Hasan wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Nach der dpa-Meldung kann er das Urteil weiterhin vor Bundesgerichten anfechten; dadurch könnte sich der für Dezember vorgesehene Termin auf unbestimmte Zeit verschieben.

Die geplante Exekution hätte zudem eine außergewöhnliche Bedeutung: Sie wäre die erste Militärhinrichtung in den USA seit 65 Jahren und die erste Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg. Für die Öffentlichkeit bleibt damit neben der Frage der Übertragung vor allem offen, ob die Hinrichtung tatsächlich am 3. Dezember stattfinden wird.

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