Donald Trump, Kirill Dmitrijew

Trump trifft Dmitrijew und stellt Abkommen fĂŒr Europa in Aussicht

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 23:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-PrĂ€sident Donald Trump stellt ein mögliches Abkommen mit weitreichenden Folgen fĂŒr Europa in Aussicht. Parallel bereiten die USA GesprĂ€che zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi vor.

GesprÀche in Washington und Abu Dhabi

  • Donald Trump erklĂ€rte, er habe KremlunterhĂ€ndler Kirill Dmitrijew in Washington getroffen.
  • Jared Kushner nannte Sicherheitsgarantien und eine europĂ€ische Sicherheitsarchitektur als GesprĂ€chsthemen.
  • Vertreter aus den USA, Russland und der Ukraine sollen kommende Woche in Abu Dhabi beraten.
  • US-PrĂ€sident Trump traf sich nach eigenen Angaben mit KremlunterhĂ€ndler Dmitrijew, aber nicht mit ukrainischen Vertretern. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
  • KremlunterhĂ€ndler Kirill Dmitrijew sprach auf Einladung von US-First Lady Melania Trump im Weißen Haus. - Bild: Alex Brandon/AP/dpa
US-PrĂ€sident Trump traf sich nach eigenen Angaben mit KremlunterhĂ€ndler Dmitrijew, aber nicht mit ukrainischen Vertretern.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa KremlunterhĂ€ndler Kirill Dmitrijew sprach auf Einladung von US-First Lady Melania Trump im Weißen Haus.  - Bild: Alex Brandon/AP/dpa

Trump trifft KremlunterhÀndler in Washington

US-PrÀsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben mit KremlunterhÀndler Kirill Dmitrijew in Washington getroffen. Zugleich sagte Trump, er habe keine Vertreter der Ukraine empfangen, die ebenfalls in die US-Hauptstadt gereist waren.

Trump stellt großes Abkommen in Aussicht

Trump nannte keine Einzelheiten zu dem GesprĂ€ch mit Dmitrijew. Er sagte jedoch, es werde ein „großes Abkommen“ geben, das mehr als nur die Ukraine betreffen und möglicherweise ganz Europa einbeziehen könne.

GesprĂ€che ĂŒber Sicherheitsgarantien

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner berichtete unterdessen ĂŒber GesprĂ€che der USA mit Vertretern der Ukraine, der Nato und europĂ€ischer Partner in BrĂŒssel. Im Mittelpunkt hĂ€tten Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine und eine umfassendere europĂ€ische Sicherheitsarchitektur gestanden.

Ziel sei es laut Kushner, den Sicherheitsbedenken aller Seiten durch Vereinbarungen Rechnung zu tragen und das Risiko kĂŒnftiger Konflikte zu verringern. Offizielle Angaben aus BrĂŒssel zu den GesprĂ€chen lagen zunĂ€chst nicht vor.

Abu Dhabi plant neues Dreierformat

Kushner verwies außerdem auf fĂŒr kommende Woche geplante dreiseitige GesprĂ€che zwischen Vertretern aus Kiew, Moskau und Washington in Abu Dhabi. In diesem Format hatten zuletzt im Februar Verhandlungen in Genf stattgefunden, davor zweimal in Abu Dhabi.

USA wollen im Ukraine-Krieg vermitteln

Die USA verstehen sich unter Trump als Vermittler im seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Einen Durchbruch konnte Trump bislang nicht vorweisen.

First Lady Melania Trump empfing am Donnerstag sowohl Dmitrijew als auch die ukrainischen Vertreter David Arachamija und Dmytro Lubinez. Thema war die begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten Frontstadt Oleschky, die nach Angaben des Weißen Hauses von der First Lady vermittelt worden war.

Die Feuerpause galt vergangene Woche von Dienstag bis Sonntagabend. Russland und die Ukraine hatten sich dafĂŒr mehrfach bei Melania Trump bedankt.

Das Treffen fĂ€llt in eine Phase, in der Washington seine Vermittlerrolle zwischen Moskau und Kiew sichtbar ausbauen will. Nach Angaben von Jared Kushner standen bei den GesprĂ€chen in BrĂŒssel Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine und eine umfassendere europĂ€ische Sicherheitsarchitektur im Mittelpunkt.

FĂŒr die Ukraine ist entscheidend, ob aus politischen Signalen belastbare Zusagen werden. Sicherheitsgarantien sollen das Risiko eines weiteren Angriffs senken, berĂŒhren aber zugleich die Frage, welche Staaten im Ernstfall handeln wĂŒrden und wie eine solche Ordnung mit bestehenden BĂŒndnissen vereinbar wĂ€re.

Abu Dhabi als nÀchster Schritt

Die geplanten GesprĂ€che in Abu Dhabi wĂ€ren das erste dreiseitige Format zwischen USA, Russland und Ukraine seit den Verhandlungen im Februar in Genf. Die Treffen sollen auf Arbeitsebene stattfinden und damit zunĂ€chst VorschlĂ€ge vorbereiten, nicht automatisch eine politische Einigung herbeifĂŒhren.

Das Beispiel Oleschky zeigt zugleich, dass begrenzte Vereinbarungen trotz des ungelösten Krieges möglich sind. FĂŒr die weitere Entwicklung wird maßgeblich sein, ob die angekĂŒndigten GesprĂ€che konkrete Regelungen zu Waffenruhe, Sicherheit und humanitĂ€ren Fragen hervorbringen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Melania hĂ€lt Ukraine-Gipfel ab: Kreml-UnterhĂ€ndler feiert Premiere im Weißen Haus“ (05.11.2026)

Der Artikel hebt Dmitrijews öffentlichen Auftritt und das gleichzeitige Treffen russischer und ukrainischer Vertreter im Weißen Haus hervor. Anders als die dpa-Meldung legt er den Schwerpunkt auf Melania Trumps humanitĂ€re Vermittlung und die geplanten GesprĂ€che in Abu Dhabi.

Euronews: „Melania Trump lĂ€dt ukrainische und russische Vertreter ins Weiße Haus“ (05.11.2026)

Euronews ordnet das Treffen als Vorbereitung der Abu-Dhabi-GesprÀche ein und beschreibt die begrenzte Waffenruhe in Oleschky als humanitÀren Anlass. Der Beitrag setzt stÀrker als die dpa-Meldung auf die Sorge, dass sich die USA Kiew annÀhern oder von der Ukraine entfernen könnten.

Einigkeit besteht ĂŒber die Kontakte im Weißen Haus und den geplanten trilateralen Termin. Offen bleibt, ob daraus konkrete Sicherheitsgarantien oder ein umfassenderes Abkommen entstehen.

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