Trump-Sonderermittler, PrÀsident

Trump-Sonderermittler: «PrĂ€sident steht nicht ĂŒber Gesetz»

09.01.2024 - 17:48:17

Trumps Antrag auf strafrechtliche ImmunitĂ€t steht auf dem PrĂŒfstand in Washington. Das Team des Sondermittlers Smith hat einen dringenden Appell an die Richter.

  • Ist im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt: Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

    Alex Brandon/AP/dpa

  • Donald Trump ist in Washington im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt. - Foto: Charlie Neibergall/AP

    Charlie Neibergall/AP

Ist im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt: Donald Trump. (Archivbild) - Foto: Alex Brandon/AP/dpaDonald Trump ist in Washington im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt. - Foto: Charlie Neibergall/AP

Vor einem US-Berufungsgericht in Washington hat das Team von Sondermittler Jack Smith die Richter aufgefordert, den Antrag des Ex-PrÀsidenten Donald Trump auf strafrechtliche ImmunitÀt abzulehnen.

«Der PrĂ€sident hat eine einzigartige verfassungsmĂ€ĂŸige Rolle, aber er steht nicht ĂŒber dem Gesetz», sagte Ermittler James Pearce aus dem Team Smiths in einer Anhörung, wie der Sender CNN aus dem Gerichtssaal berichtete.

Das Berufungsgericht soll klĂ€ren, ob der Trump wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, auf Bundesebene strafrechtlich verfolgt werden kann - oder ob er durch seine ImmunitĂ€t als PrĂ€sident geschĂŒtzt ist. Trumps AnwĂ€lte argumentieren, dass der Republikaner nicht rechtlich fĂŒr Handlungen belangt werden kann, die sie zu seinen Pflichten als PrĂ€sident zĂ€hlen.

Trump ist in Washington im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug und dem Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt. Seine AnwÀlte hatten beantragt, dass die Anklage fallengelassen wird. Die zustÀndige Richterin in dem Verfahren hatte den Antrag aber abgelehnt. Gegen diese Entscheidung legte Trumps Team wiederum Berufung ein, deshalb befasst sich nun ein Berufungsgericht mit der Frage.

Der 77-JÀhrige war zu dem Gerichtstermin laut anwesender Presse persönlich erschienen. Auch Smith war demnach zu der Anhörung in den Gerichtssaal gekommen.

Smith, der die Ermittlungen leitet, hatte versucht, das Berufungsgericht zu umgehen. Er wandte sich dafĂŒr direkt an den Obersten Gerichtshof und bat diesen darum, die Frage schnell zu klĂ€ren. Diese Bitte lehnte der Supreme Court aber ab. Deshalb muss die Berufung ihren Weg durch die Instanzen gehen, was sich hinziehen kann. Es ist davon auszugehen, dass der Fall nach der Entscheidung des Berufungsgerichts wieder beim Supreme Court landen wird.

@ dpa.de