Trump-Erlass, Transgender

Neuer Trump-Erlass droht Transgender aus MilitÀr zu drÀngen

28.01.2025 - 12:45:05

Trumps Politik basiert auf der Annahme von zwei Geschlechtern, mĂ€nnlich und weiblich. Dies hat nun auch Folgen fĂŒr das US-MilitĂ€r.

  • Trump hatte sich bereits wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit fĂŒr den Ausschluss von Transmenschen aus dem MilitĂ€r starkgemacht. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

    Mark Schiefelbein/AP/dpa

  • Trump unterzeichnete mehrere Erlasse an Bord der Air Force One auf dem RĂŒckflug von Florida in die Hauptstadt Washington.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

    Mark Schiefelbein/AP/dpa

Trump hatte sich bereits wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit fĂŒr den Ausschluss von Transmenschen aus dem MilitĂ€r starkgemacht. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaTrump unterzeichnete mehrere Erlasse an Bord der Air Force One auf dem RĂŒckflug von Florida in die Hauptstadt Washington.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump hat gleich mehrere Erlasse unterzeichnet, die die Zusammensetzung des US-MilitĂ€rs verĂ€ndern dĂŒrften. Ein Dekret könnte faktisch zum Ausschluss von Transgendern aus den StreitkrĂ€ften fĂŒhren, wie mehrere US-Medien berichten. Zwar verbietet Trump Transgender-Soldaten darin nicht explizit - er ordnet seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth in dem Erlass aber an, neue Leitlinien fĂŒr den Umgang mit Transmenschen zu schaffen. 

Ein Transgender-Ausschluss aus dem MilitĂ€r war erwartet worden. Die neuen Erlasse unterzeichnete Trump laut US-Medien am spĂ€ten Montag (Ortszeit) an Bord der Air Force One auf dem RĂŒckflug von Florida nach Washington. 

Erlass spricht von «radikaler Gender-Ideologie»

Die Annahme einer GeschlechteridentitĂ€t, die vom biologischen Geschlecht abweiche, sei nicht vereinbar mit den «strengen Standards» des MilitĂ€rdienstes, heißt es in dem Erlass. Trump forderte fĂŒr die StreitkrĂ€fte eine hohe Schlagkraft, Zusammenhalt und Ehrlichkeit. «Dieses Programm ist unvereinbar mit den medizinischen, chirurgischen und psychischen EinschrĂ€nkungen von Personen mit GeschlechtsidentitĂ€tsstörung.»

Zudem widerspreche eine Transgender-IdentitĂ€t der Verpflichtung eines Soldaten zu einem «ehrenhaften, ehrlichen und disziplinierten Lebensstil, selbst im privaten Leben». Als Beispiel heißt es: «Die Behauptung eines Mannes, er sei eine Frau, und seine Forderung, dass andere diese Unwahrheit anerkennen, steht nicht im Einklang mit der Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, die von einem Angehörigen der StreitkrĂ€fte verlangt werden.»

Das MilitÀr sei zuletzt von einer «radikalen Gender-Ideologie heimgesucht» worden, die nur «Aktivisten beschwichtigen» wolle.

Transmenschen oder Transgender sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fĂŒhlen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft seit 2019 trans- und geschlechtsdiverse IdentitĂ€ten nicht mehr als psychische Erkrankungen ein. Dies spiegle ein modernes VerstĂ€ndnis von GeschlechteridentitĂ€t wider, schreibt die WHO.

Juristische HĂŒrden bereits absehbar

Trump hatte sich bereits wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit fĂŒr den Ausschluss von Transmenschen aus dem MilitĂ€r starkgemacht. Doch es folgten juristische HĂŒrden. Auch diesmal werden wieder Klagen erwartet. Die BĂŒrgerrechtsorganisation Lambda Legal kĂŒndigte bereits rechtliche Schritte an. «Tausende transsexuelle MilitĂ€rangehörigen haben jahrelang offen und mutig gedient», schrieb die Organisation, die bereits wĂ€hrend Trumps erster Amtszeit gegen seine PlĂ€ne vorgegangen war. Ihr Ausschluss sei «grausam» und untergrabe unter anderem die nationale Sicherheit.

In weiteren Erlassen wies Trump das Pentagon an, den Kurs in Bezug auf Vielfalt und Gleichberechtigung im MilitĂ€r zu Ă€ndern. Bei seiner AmtseinfĂŒhrung hatte der PrĂ€sident betont, er setze auf eine leistungsorientierte Gesellschaft. Zudem erließ er ein Dekret, mit dem er Soldaten ohne Corona-Impfung wieder in Dienst stellen will.

@ dpa.de