USA, KriminalitÀt

Vance will Folge von Kirk-Podcast moderieren

15.09.2025 - 15:39:45

Trumps Vize will mit einer Podcast-Moderation an den rechten Aktivisten Charlie Kirk erinnern. In die Trauer mischen sich Sorgen vor weiterer politisch motivierter Gewalt - und Spendenaufrufe.

US-VizeprĂ€sident JD Vance will die Moderation einer Episode von Charlie Kirks Podcast ĂŒbernehmen und an den getöteten rechten Aktivisten erinnern. Er wolle seinem Freund damit «Tribut zollen», schrieb Vance auf der Plattform X. Veröffentlicht werden soll die «Charlie Kirk Show» heute um 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) auf der bei US-Konservativen beliebten Online-Plattform Rumble.

Der einflussreiche Podcaster und Trump-UnterstĂŒtzer Kirk (31) war am Mittwoch wĂ€hrend einer Veranstaltung auf dem Campus einer UniversitĂ€t im Bundesstaat Utah angeschossen worden und starb spĂ€ter im Krankenhaus. 

Spendenaufrufe und drastische Worte

Kirk galt als eine wichtige Stimme der US-amerikanischen Rechten. Mit Veranstaltungen, Podcasts und Auftritten in sozialen Medien erreichte er ein Millionenpublikum, insbesondere junge MĂ€nner. 2012 grĂŒndete er die Jugendorganisation Turning Point USA, die an zahlreichen Highschools und Hochschulen aktiv ist.

Seit dem Attentat haben Kirks Ehefrau Erika und WeggefĂ€hrten wie der ultrarechte Publizist Steve Bannon Kirks Reichweite und Plattformen genutzt, um die AnhĂ€nger weiter anzusprechen. Sie bezeichneten Kirk unter anderem als «Amerikas grĂ¶ĂŸten christlichen MĂ€rtyrer». Turning Point USA verschickte zudem Spendenaufrufe, in denen der Tod des 31-JĂ€hrigen mit drastischen Worten als Ansporn zum politischen Engagement dargestellt wurde.

Aufgeheizte Stimmung 

Über die genauen Motive des 22 Jahre alten TatverdĂ€chtigen ist bislang wenig bekannt. US-PrĂ€sident Donald Trump machte allerdings schon unmittelbar nach der Tat die «radikale Linke» verantwortlich. Kritiker warfen ihm daraufhin vor, die ohnehin aufgeheizte Stimmung im Land weiter zu verschĂ€rfen, anstatt beschwichtigende Töne anzuschlagen.

Das Attentat reiht sich ein in eine ganze Serie politisch motivierter Gewalttaten in den USA in jĂŒngerer Vergangenheit. Erst vor wenigen Monaten wurden eine demokratische Politikerin und ihr Ehemann im Bundesstaat Minnesota erschossen. Drohungen gegen Politiker gehören lĂ€ngst zum Alltag. Immer wieder warnen Behörden und Experten vor zunehmender Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft - angeheizt durch Hass im Netz und aggressive Rhetorik.

@ dpa.de

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