USA greifen offensichtlich Ziele in Venezuela an
03.01.2026 - 09:32:23Die USA haben offensichtlich Ziele in Venezuela angegriffen. Die Regierung in Caracas warf Washington vor, eine militĂ€rische Aggression gegen zivile und militĂ€rische Ziele durchzufĂŒhren. Auch die US-Medien CBS News und Fox News berichteten, die USA hĂ€tten Ziele in Venezuela attackiert. US-PrĂ€sident Donald Trump habe die Angriffe genehmigt, berichtete CBS News unter Berufung auf US-Beamte.
Die Angriffe stellten eine Verletzung der UN-Charta dar, hieĂ es in einer Mitteilung der venezolanischen Regierung. Ziel der USA sei es, sich die BodenschĂ€tze - wie die groĂen Ălvorkommen - Venezuelas anzueignen und einen Regierungswechsel zu erzwingen. «Das wird ihnen nicht gelingen», hieĂ es in der Mitteilung. Venezuelas autoritĂ€rer PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro wirft der US-Regierung schon lĂ€nger vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen.
Das Pentagon verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf das WeiĂe Haus, das zunĂ€chst nicht reagierte.
Explosionen und RauchsĂ€ulen ĂŒber Caracas
In venezolanischen Medien und in sozialen Netzwerken waren Aufnahmen von Explosionen und RauchsĂ€ulen in der Hauptstadt Caracas zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein StĂŒtzpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber ĂŒber die nĂ€chtliche Stadt fliegen. Nahe dem PrĂ€sidentenpalast Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der venezolanischen SicherheitskrĂ€fte zu sehen.
Der PrĂ€sident von Venezuelas Nachbarland Kolumbien, Gustavo Petro, schrieb auf X: «In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle, Venezuela wurde angegriffen. Sie beschieĂen es mit Raketen. Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten.»
USA haben massive Streitmacht vor Venezuela zusammengezogen
Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-MilitĂ€r in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen getötet.Â
Zuletzt hatten US-StreitkrĂ€fte Trump zufolge einen angeblichen «Drogenumschlagplatz» in Venezuela angegriffen. «Es gab eine groĂe Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden», sagte er.
Zudem bauten die US-StreitkrĂ€fte ihre PrĂ€senz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zusĂ€tzliche Kampfflugzeuge und der weltgröĂte FlugzeugtrĂ€ger «USS Gerald R. Ford» - begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber - in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz «SĂŒdlicher Speer» («Southern Spear») gegen den Drogenschmuggel.
Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland - und zwar vor allem fĂŒr den europĂ€ischen Markt. Nach EinschĂ€tzung von Experten ist die Streitmacht fĂŒr einen Einsatz gegen Drogenschmuggler ĂŒberdimensioniert.Â
Nach Maduros von BetrugsvorwĂŒrfen ĂŒberschatteten Wiederwahl 2024 erkennt die Regierung in Washington den Linkspolitiker nicht mehr als rechtmĂ€Ăigen Staatschef an. AuĂerdem wirft sie ihm vor, selbst in DrogengeschĂ€fte verwickelt zu sein. FĂŒr Informationen, die zu Maduros Festnahme fĂŒhren, haben die USA eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt.
WeltgröĂte Ălreserven in Venezuela
Maduro wiederum unterstellt den USA, es auf Venezuelas riesige Ălreserven abgesehen zu haben. Das sĂŒdamerikanische Land verfĂŒgt mit schĂ€tzungsweise 303 Milliarden Barrel (je 159 Liter) ĂŒber die gröĂten Ălreserven der Welt. Wegen Sanktionen, Missmanagement und fehlender Investitionen bleibt die Förderung allerdings weit hinter den Möglichkeiten zurĂŒck.
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