UN beklagen Tausende getötete Kinder im Gazastreifen
25.10.2023 - 07:00:17Dem Krieg zwischen Israel und den islamistischen Hamas-Angreifern im Gazastreifen fallen immer mehr Zivilisten zum Opfer - darunter nach UN-Angaben viele Kinder. Seit den Terrorangriffen der Hamas in Israel vor gut zwei Wochen starben bei Israels GegenschlÀgen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks allein 2360 Kinder. 5364 weitere seien verletzt worden, teilte Unicef unter Berufung auf nicht genannte Berichte mit.
Hamas feuert Raketen aus dem Gazastreifen Richtung Eilat und Haifa
Mitglieder der Hamas haben eigenen Angaben zufolge am Mittwoch aus dem Gazastreifen zwei Raketen mit gröĂerer Reichweite in Richtung Haifa im Norden und Eilat im SĂŒden Israels abgefeuert. In Orten sĂŒdlich der KĂŒstenstadt Haifa wurde Raketenalarm ausgelöst, wie Israels Armee mitteilte.
Das Geschoss sei dort in der Luft explodiert, meldeten israelische Medien unter Berufung auf das MilitĂ€r. Das andere sei im SĂŒden des Landes auf offenes GelĂ€nde gefallen. Demnach habe es sich bei den Geschossen um Raketen mit gröĂerer Reichweite gehandelt. Berichte ĂŒber Verletzte oder SchĂ€den gab es zunĂ€chst nicht.
MilitÀr: Hamas-Terroristen wollten wieder nach Israel
Zuvor hatte die Hamas nach Angaben des israelischen MilitĂ€rs versucht, vom Gazastreifen aus erneut nach Israel einzudringen. Man habe einen Versuch von Hamas-Terroristen vereitelt, vom Meer aus in den SĂŒden Israels zu gelangen, hieĂ es in der Nacht zu Mittwoch. Sie seien dabei gewesen, einen Tunnel an der KĂŒste der abgeriegelten Enklave zu verlassen. Israels Luftwaffe bombardierte darauf den Tunnel und ein Waffenlager der Terroristen, teilte das MilitĂ€r weiter mit.
Israel antwortet auch auf Beschuss aus Syrien
Unterdessen attackiert die israelische Armee auch im benachbarten Syrien militĂ€rische Stellungen. Wie das israelische MilitĂ€r bekanntgab, flogen Kampfflugzeuge Angriffe gegen militĂ€rische Infrastruktur und MörsergeschĂŒtze der syrischen Armee, nachdem am Vortag Richtung Israel gefeuert worden sei. Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien.
Israel will damit verhindern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbĂŒndete Milizen ihren militĂ€rischen Einfluss in Syrien ausweiten. Der Iran ist einer der wichtigsten VerbĂŒndeten Syriens. Die Angriffe der israelischen Luftwaffe haben sich seit Beginn des Krieges gegen die vom Iran unterstĂŒtzte islamistische Hamas ausgeweitet.
Zum wiederholten Mal wurde auch ein Flughafen Ziel von Bombardierungen. Bei dem mutmaĂlich israelischen Raketenangriff wurde zum vierten Mal seit Ausbruch des Gaza-Kriegs eine Landebahn am Flughafen in Aleppo beschĂ€digt, wie die syrische Staatsagentur Sana und die Syrische Beobachtungsstelle fĂŒr Menschenrechte berichteten.
UN fordern weiter Treibstoff fĂŒr Gaza
Die Vereinten Nationen beklagen, dass die Lage der eine Million Binnenvertriebenen im Gazastreifen trotz einiger inzwischen in Gaza angekommenen Hilfslieferungen weiter dramatisch sei. Treibstoffmangel gefĂ€hrde einen humanitĂ€ren Einsatz ĂŒber heute hinaus. Unicef sprach von «unerbittlichen Angriffen» der Israelis.
Das UN-Hilfswerk fĂŒr PalĂ€stinensische FlĂŒchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) warnte erneut vor dem Ende seiner humanitĂ€ren Hilfe wegen des akuten Treibstoffmangels. «Wir mĂŒssen eine Lösung fĂŒr den Treibstoff finden - sonst kommt unsere Hilfsaktion zum Erliegen», schrieb die Organisation auf der Plattform X.
Vierter Konvoi mit HilfsgĂŒtern im Gazastreifen angekommen
In kleinen Schritten kommen unterdessen weiter HilfsgĂŒter zur notleidenden Bevölkerung im Gazastreifen. GĂŒter eines Konvois aus ursprĂŒnglich 20 Lastwagen trafen in dem abgeriegelten KĂŒstenstreifen ein, wie ein Sprecher des PalĂ€stinensischen Roten Halbmonds sagte. «Wir haben heute acht Lastwagen erhalten und in den vergangenen drei Tagen 54.» Die zwölf ĂŒbrigen Laster werden laut Informationen aus Ă€gyptischen Sicherheitskreisen am weiter sĂŒdlich gelegenen GrenzĂŒbergang Audscha noch kontrolliert.
Die Lkw hĂ€tten Arzneimittel, SĂ€uglingsmilch und Trinkwasser geladen, sagte Chalid Sajid, Leiter des Ăgyptischen Roten Halbmonds, der Deutschen Presse-Agentur.
Israel nimmt 110 VerdÀchtige wegen Hetze und Aufruf zu Terror fest
Die israelische Polizei hat seit Beginn des Gaza-Kriegs 110 VerdĂ€chtige wegen Aufrufen zu Gewalt und Terror festgenommen. Gegen 17 Personen seien Anklagen erhoben worden, erklĂ€rte die Polizei auf der Plattform X, vormals Twitter. Das zustĂ€ndige Team kĂŒmmere sich seit Kriegsbeginn verstĂ€rkt um VerdĂ€chtige, die zu Gewalt aufriefen, sich mit der islamistischen PalĂ€stinenserorganisation Hamas identifizierten und diese unterstĂŒtzten. ZusĂ€tzlich zu den Festnahmen in Israel hat die Armee in den vergangenen zweieinhalb Wochen bei Anti-TerroreinsĂ€tzen Hunderte VerdĂ€chtige im Westjordanland festgenommen.











