International, Ukraine

Ärger wegen Ungarn-Veto: Nato-GeneralsekretĂ€r will helfen

26.02.2026 - 15:21:10 | dpa.de

Ungarn blockiert Ukraine-Hilfen der EU, weil es russisches Öl will. Kann Nato-Chef Rutte hinter den Kulissen vermitteln?

Kann Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte (r) in dem aktuellen Konflikt vermitteln? Ungarns MinisterprÀsident Viktor Orban (l) steckt mitten im Wahlkampf und steht unter Druck. (Archivbild) - Foto: Virginia Mayo/AP/dpa
Kann Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte (r) in dem aktuellen Konflikt vermitteln? Ungarns MinisterprÀsident Viktor Orban (l) steckt mitten im Wahlkampf und steht unter Druck. (Archivbild) - Foto: Virginia Mayo/AP/dpa

Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte bemĂŒht sich hinter den Kulissen um eine Lösung des Konflikts um die vom BĂŒndnismitglied Ungarn blockierte EU-UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine. Sein Job sei es, in solchen Debatten hilfreich zu sein, sagte Rutte in BrĂŒssel. Was genau das bedeute, könne er allerdings erst nach einem Erfolg seiner Anstrengungen sagen. Zur Sache an sich wolle er sich öffentlich nicht Ă€ußern.

In dem Konflikt geht es darum, dass Ungarn mit einem Veto gegen neue EU-Finanzhilfen und Russland-Sanktionen versucht, eine schnelle Wiederaufnahme gĂŒnstiger Öllieferungen ĂŒber den SĂŒdstrang der Druschba-Pipeline zu erzwingen. Diese fĂŒhrt von Russland ĂŒber Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei und wurde nach ukrainischen Angaben im Januar bei russischen Luftangriffen so stark beschĂ€digt, dass sie nicht mehr funktionsfĂ€hig ist. 

Orban unterstellt der Ukraine ein politisches Motiv

Die Regierung des ungarischen MinisterprĂ€sidenten Viktor Orban geht hingegen davon aus, dass die Pipeline betriebsfĂ€hig ist und die Ukraine aus politischen GrĂŒnden die Wiederaufnahme des Betriebs verhindert.

Rutte Ă€ußert sich bei einer Pressekonferenz mit der litauischen Regierungschefin Inga Ruginiene. Diese sagte, die EU mĂŒsse einen Weg finden, die Entscheidungen zur UnterstĂŒtzung der von Russland angegriffenen Ukraine voranzubringen. FĂŒr Litauen sei es inakzeptabel, diese zu stoppen.

Die geplanten neuen EU-Russland-Sanktionen blockiert neben Ungarn auch noch die Slowakei. Das Land begrĂŒndet sein Veto öffentlich mit möglichen negativen Auswirkungen auf die von den USA initiierten Friedensverhandlungen fĂŒr ein Ende des Ukraine-Kriegs.

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