US-Börsen: Nasdaq 100 fÀllt um 2,9 Prozent
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 22:14 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMarktdaten zum Handelsschluss in New York
- Der Dow wurde mit 52.868 Punkten und einem Plus von 0,02 Prozent berechnet.
- Der Nasdaq 100 schloss bei 28.959 Punkten 2,9 Prozent niedriger.
- Der S&P 500 beendete den Handel bei 7.663 Punkten mit einem Minus von 1,2 Prozent.
US-Börsen reagieren auf wachsende KI-Zweifel
Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. WÀhrend der Dow Jones nahezu unverÀndert blieb, verloren Nasdaq 100 und S&P 500 deutlich.
Technologiewerte unter Druck
Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 52.868 Punkten berechnet, ein minimales Plus von 0,02 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
Deutlich nach unten ging es fĂŒr den Nasdaq 100: Der Index schloss bei 28.959 Punkten und damit 2,9 Prozent niedriger. Der breiter aufgestellte S&P 500 beendete den Handel bei 7.663 Punkten, was einem Minus von 1,2 Prozent entspricht.
Markt zweifelt an KI-Renditen
FĂŒr die schlechte Stimmung sorgten vor allem wachsende Zweifel am KI-Boom. Dadurch nahm insbesondere der Druck auf Technologieaktien zu.
Euro und Rohstoffe bewegen sich gegensÀtzlich
Die europÀische GemeinschaftswÀhrung war am Donnerstagabend etwas schwÀcher. Ein Euro kostete 1,1214 US-Dollar, wÀhrend ein Dollar 0,8917 Euro wert war.
Der Goldpreis geriet stark unter Druck. Am Abend kostete eine Feinunze 4.025 US-Dollar, 2,8 Prozent weniger als zuvor; das entsprach 115,41 Euro je Gramm.
Ălpreis steigt krĂ€ftig
Der Ălpreis legte dagegen deutlich zu. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 22 Uhr deutscher Zeit 113,10 US-Dollar und damit 4,0 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Handelstag zeigt eine klare Spreizung zwischen den groĂen US-Indizes. WĂ€hrend der Dow Jones nahezu unverĂ€ndert schloss, gerieten technologieorientierte Werte deutlich unter Druck. Der Nasdaq 100 verlor 2,9 Prozent und damit wesentlich stĂ€rker als der S&P 500, in dem Technologiekonzerne ebenfalls ein hohes Gewicht haben.
Hohe Erwartungen an KI-Investitionen
Im Zentrum der Skepsis steht die Frage, ob die hohen Ausgaben fĂŒr Rechenzentren, Chips und Software schnell genug in belastbare Gewinne ĂŒbersetzt werden können. Durchwachsene Quartalszahlen einzelner US-Technologieunternehmen konnten diese Bedenken am Donnerstag nicht ausrĂ€umen. FĂŒr Anleger bedeutet das eine Neubewertung von Unternehmen, deren Kurse stark auf kĂŒnftiges Wachstum und eine dauerhaft hohe Nachfrage nach KI-Anwendungen ausgerichtet sind.
Die Marktbewegungen zeigen zugleich, dass die Belastung nicht alle Anlageklassen gleichermaĂen trifft. Der starke RĂŒckgang des Goldpreises steht im Kontrast zum krĂ€ftigen Anstieg des Brent-Ăls. Ein höherer Ălpreis kann Inflations- und Zinssorgen verstĂ€rken und dadurch besonders wachstumsorientierte Aktien zusĂ€tzlich belasten. Der schwĂ€chere Euro verĂ€ndert fĂŒr Anleger im Euroraum auĂerdem die Umrechnung von US-Anlagen und Rohstoffpreisen.
Bedeutung fĂŒr Anleger
FĂŒr deutsche Anleger bleibt damit vor allem die Entwicklung der Technologieaktien und der Erwartungen an deren Gewinne entscheidend. Die uneinheitliche Wall Street signalisiert keinen breiten Ausverkauf, sondern eine selektivere Risikobewertung: Defensive oder etablierte Werte halten sich besser, wĂ€hrend hoch bewertete Technologietitel stĂ€rker auf enttĂ€uschende Zahlen und steigende Finanzierungskosten reagieren können.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Focus: âAn der Börse geht die FĂŒnf-Billionen-Dollar-Angst umâ (22.10.2026)
Der Artikel ordnet die Kursverluste als Folge wachsender Zweifel an den hohen KI-Investitionen ein. Damit bestĂ€tigt er den Belastungsfaktor der dts-Meldung und setzt den Schwerpunkt auf die mögliche GröĂenordnung der Marktbewertung.
n-tv: âWir haben geliefertâ: Spotify zĂŒndet den KI-Turbo - Anleger jubeln (22.10.2026)
Der Beitrag verweist ebenfalls auf durchwachsene Quartalsergebnisse und Zweifel an der RentabilitÀt massiver KI-Investitionen. Zugleich hebt er einzelne Unternehmensmeldungen hervor, die zeigen, dass die Reaktion der Anleger innerhalb des Technologiesektors unterschiedlich ausfÀllt.
Ăbereinstimmend steht die wirtschaftliche TragfĂ€higkeit der KI-Ausgaben im Mittelpunkt. Unterschiede ergeben sich bei der Gewichtung: WĂ€hrend Focus die mögliche Marktrisiko-GröĂenordnung betont, stellt n-tv stĂ€rker einzelne Unternehmens- und Ergebnisnachrichten heraus.
