US-Bomber: Pentagon holt Langstreckenflugzeuge von RAF Fairford zurĂŒck
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 23:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Das US-MilitĂ€r hat nach einem Vorfall am britischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt RAF Fairford alle dort stationierten Langstreckenbomber in die Vereinigten Staaten zurĂŒckbeordert.
Bomber kehren in die USA zurĂŒck
Ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums bestĂ€tigte, dass sĂ€mtliche US-Bomber von RAF Fairford wieder an ihre HeimatstĂŒtzpunkte in den USA zurĂŒckgekehrt seien. Zuvor hatte das Pentagon aus GrĂŒnden der operativen Sicherheit Bewegungen von Ressourcen und StreitkrĂ€ften nicht in Echtzeit kommentiert.
Die US-StreitkrĂ€fte hatten im MĂ€rz zusĂ€tzliche Langstreckenbomber nach GroĂbritannien verlegt. Damit wollten sie im Krieg gegen den Iran flexibler agieren können.
B-1, B-2 und B-52 bleiben einsatzbereit
Das Pentagon erklĂ€rte, die Piloten der amerikanischen Bomberflotte seien weiterhin bereit, prĂ€zise globale Angriffe durchzufĂŒhren. Zu dieser Flotte gehören B-1-, B-2- und B-52-Bomber.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums steht die RĂŒckverlegung nicht in einem bestĂ€tigten Zusammenhang mit dem mutmaĂlich geplanten Terroranschlag Ende September. Damals waren nahe RAF Fairford fĂŒnf MĂ€nner festgenommen worden.
FĂŒnf MĂ€nner unter Terrorverdacht
Den MĂ€nnern wird die Vorbereitung einer terroristischen Tat vorgeworfen. AuĂerdem wird wegen des Verdachts auf VerstöĂe gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Inzwischen sind die fĂŒnf VerdĂ€chtigen unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. Der britische Premierminister Andy Burnham bestĂ€tigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran. US-AuĂenminister Marco Rubio sprach von einer möglichen Beteiligung eines âauslĂ€ndischen Akteursâ.
Dem Wall Street Journal zufolge waren zuletzt rund ein Dutzend B-1-Bomber in RAF Fairford stationiert.
MilitÀrische Verlegung im Krieg gegen Iran
Die RĂŒckkehr der Bomber fĂ€llt in eine Phase anhaltender militĂ€rischer Spannung im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten hatten ihre PrĂ€senz in der Region zuletzt sichtbar verstĂ€rkt; dazu gehörten neben LuftstreitkrĂ€ften auch zusĂ€tzliche Marineeinheiten. Der Einsatz von Langstreckenbombern aus Europa ermöglicht kurze Wege zu möglichen EinsatzrĂ€umen und erweitert die Optionen des US-MilitĂ€rs.
RAF Fairford ist fĂŒr die USA strategisch bedeutsam, weil der britische StĂŒtzpunkt als wichtiger Standort fĂŒr amerikanische Bomber in Europa dient. Die RĂŒckverlegung in die Vereinigten Staaten bedeutet deshalb vor allem eine Ănderung der Stationierung â nicht das Ende der Einsatzbereitschaft. Das Pentagon betont ausdrĂŒcklich, dass die Bomberbesatzungen weiterhin fĂŒr weltweite PrĂ€zisionsangriffe bereitstĂŒnden.
Sicherheitslage rund um den StĂŒtzpunkt
Der mutmaĂlich geplante Terroranschlag und die Festnahmen in der NĂ€he des StĂŒtzpunkts verleihen der RĂŒckverlegung zusĂ€tzliche politische Bedeutung. GroĂbritannien muss den Schutz militĂ€rischer Einrichtungen, die Terrorismusabwehr und mögliche internationale Verbindungen des Falls zugleich bearbeiten. Dass das US-Verteidigungsministerium einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und der RĂŒckkehr der Bomber nicht bestĂ€tigte, lĂ€sst die operative BegrĂŒndung offen.
FĂŒr die weitere Entwicklung sind daher zwei Punkte entscheidend: die Ermittlungen gegen die fĂŒnf freigelassenen MĂ€nner und die Frage, ob Washington seine militĂ€rische PrĂ€senz gegen Iran insgesamt weiter ausbaut oder lediglich anders verteilt. Die Verlegung eines US-FlugzeugtrĂ€gers in den Nahen Osten zeigt, dass parallel zur RĂŒckkehr der Bomber zusĂ€tzliche militĂ€rische KapazitĂ€ten in der Region vorbereitet werden.
