USA, Venezuela

US-Ministerin Noem: Venezuelas PrÀsident Maduro «muss weg»

23.12.2025 - 06:33:10

Die USA setzen auf einen Machtwechsel in Venezuela. PrÀsident Trump hat dies bereits erkennen lassen und den Druck auf Staatschef Maduro erhöht. Eine US-Ministerin wird sehr deutlich.

Die US-Regierung will Venezuelas autoritĂ€r regierenden PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro nach Angaben von Heimatschutzministerin Kristi Noem aus dem Amt jagen. Es gehe nicht nur um die Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten Schattenflotte auf dem Weg von oder nach Venezuela, es gehe auch darum, gegen die illegalen AktivitĂ€ten vorzugehen, an denen sich Maduro beteilige, sagte die Ministerin dem Sender Fox News. «Er muss weg», sagte Noem. 

US-PrĂ€sident Donald Trump setzt Maduro zunehmend unter Druck - mit Sanktionen, Angriffen auf angebliche Drogenboote, einem massiven MilitĂ€raufmarsch in der Karibik sowie zuletzt auch mit der Beschlagnahmung von Öltankern. Der Verkauf von Öl ist fĂŒr den venezolanischen Staat die wichtigste Devisen- und Einnahmequelle.

Trump hat zuletzt kaum Zweifel daran gelassen, dass er sich ein Venezuela ohne Maduro wĂŒnscht. Zuletzt sagte er etwa, dessen Tage an der Staatsspitze seien gezĂ€hlt. Gleichzeitig vermied Trump es bislang, so offen einen Machtwechsel zu fordern, wie es nun Noem getan hat. 

Noem spricht von einem «Feind der Vereinigten Staaten»

Noems Ministerium untersteht die KĂŒstenwache, die an der Beschlagnahmung von Öltankern beteiligt ist. «Wir halten nicht nur diese Schiffe auf, sondern wir senden auch weltweit die Botschaft, dass die illegalen AktivitĂ€ten, an denen sich Maduro beteiligt, keinen Bestand haben können. Er muss weg», sagte Noem im Interview mit Fox News. Maduro sei am Schmuggel von Drogen beteiligt, «die die nĂ€chste Generation Amerikaner töten», sagte Noem weiter. «Es handelt sich um einen Feind der Vereinigten Staaten, gegen den wir entschlossen handeln.»

Trumps Regierung wirft Maduro vor, ein von den USA als Terrororganisation eingestuftes Drogenkartell zu kontrollieren und fĂŒr den Schmuggel von Rauschgift in die USA verantwortlich zu sein. Experten zufolge ist Venezuela aber kein wichtiges Produktionsland von Drogen, sondern dient eher als Transitland - vor allem fĂŒr den europĂ€ischen Markt. Maduro wirft Washington vor, unter dem Vorwand des Kampfes gegen Drogen einen Machtwechsel in Venezuela erzwingen zu wollen. 

Trump hat bisher öffentlich keine konkreten Angaben dazu gemacht, wen die USA nach einem möglichen Abgang Maduros in Venezuela gerne an der Macht sehen wĂŒrden. Ein plötzliches Machtvakuum nach Jahren der autoritĂ€ren Herrschaft könnte das Land ins Chaos stĂŒrzen und die gesamte Region destabilisieren. Wegen einer anhaltenden Wirtschaftskrise in Venezuela sind in den vergangenen Jahren bereits Millionen Venezolaner ins Ausland geflohen, vor allem in NachbarlĂ€nder wie Kolumbien.

@ dpa.de