Nato: RĂŒckgang bei Wachstum der Verteidigungsausgaben
28.08.2025 - 18:44:23Die europÀischen Nato-Staaten und Kanada erhöhen ihre Verteidigungsausgaben in diesem Jahr voraussichtlich weniger stark als noch im vergangenen Jahr. Konkret wird nach jetzt veröffentlichen SchÀtzungen mit einem Anstieg um 15,9 Prozent auf 559 Milliarden US-Dollar (479 Mrd. Euro) gerechnet. Im vergangenen Jahr gab es noch ein Plus von schÀtzungsweise 18,6 Prozent.
Die EuropĂ€er und Kanada bleiben damit weiterhin klar hinter den USA zurĂŒck. Deren Verteidigungsausgaben werden sich nach den Vergleichszahlen der Nato in diesem Jahr vermutlich auf etwa 845 Milliarden US-Dollar belaufen. Der Anteil der amerikanischen Ausgaben an den Gesamtausgaben ist damit noch immer ĂŒberproportional groĂ.
Ein Nato-Sprecher verwies allerdings darauf, dass fĂŒr Deutschland wegen der lange unklaren Haushaltslage bislang nur Ausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts einkalkuliert wurden. Demnach könnte sich die Differenz noch etwas verringern, wenn der Bundeshaushalt fĂŒr das laufende Jahr verabschiedet wird und Berlin neue höhere Zahlen vorlegt.
31 Staaten rechnen mit zwei ProzentÂ
Bereits im Juni hatte Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte auf Grundlage der von den Mitgliedstaaten gemeldeten Zahlen mitgeteilt, dass in diesem Jahr abgesehen von Island alle Mitgliedstaaten mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) fĂŒr Verteidigung ausgeben wollen. Damit wird mit einem Jahr VerspĂ€tung eine 2014 vereinbarte Zielvorgabe erreicht.
Zeit zum Ausruhen bleibt fĂŒr die meisten Nato-Staaten allerdings nicht. Beim Gipfeltreffen Ende Juni wurde nun unter dem Druck von US-PrĂ€sident Donald Trump vereinbart, kĂŒnftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des nationalen BIP in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent fĂŒr verteidigungsrelevante Ausgaben â beispielsweise fĂŒr Infrastruktur. Insgesamt soll so eine Quote von fĂŒnf Prozent erreicht werden.


