Trump stoppt per Dekret Mittel fĂŒr PubertĂ€tsblocker
29.01.2025 - 10:49:21Er behauptete darin, dass "unzĂ€hlige Kinder" bald bedauern wĂŒrden, dass sie "verstĂŒmmelt" wurden und dass sie niemals in der Lage sein wĂŒrden, "eigene Kinder zu zeugen oder ihre Kinder durch Stillen zu ernĂ€hren". Chirurgische Eingriffe sind bei transgeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen unĂŒblich, da stattdessen normalerweise auf PubertĂ€tsblocker gesetzt wird. Diese lindern das Einsetzen von körperlichen Entwicklungen in der PubertĂ€t. Die Effekte dieser Medikamente können durch ein Absetzen der Behandlung rĂŒckgĂ€ngig gemacht werden. So soll eine Entscheidung ĂŒber eventuelle Operationen bis in das Erwachsenenalter verzögert werden. Hormone werden fĂŒr gewöhnlich nicht vor dem 16. Lebensjahr genutzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht "VerstĂŒmmelung" als Zwangspraktik. Dies ist bei transgeschlechtlichen Jugendlichen allerdings der Fall. Der Einsatz der medizinischen MaĂnahmen erfolgt nicht gegen den Willen der Betroffenen und hat fĂŒr diese einen in Studien nachgewiesenen Nutzen. Einer Erhebung der UniversitĂ€t Harvard zufolge haben im Zeitraum zwischen 2018 und 2022 insgesamt 926 Patienten in der Altersgruppe zwischen 8 und 17 Jahren PubertĂ€tsblocker erhalten, bei 1.927 Personen in dieser Altersspanne wurden Hormone eingesetzt. Damit erhielten weniger als 0,1 Prozent der Jugendlichen eine solche Behandlung. Von niemandem unter 12 Jahren wurden PubertĂ€tsblocker genutzt, wie aus der Erhebung hervorgeht. Zahlen zu ohnehin fĂŒr die Altersgruppe unĂŒblichen geschlechtsangleichenden Operationen lagen nicht vor. Die LGBTQ-Organisation Human Rights Campaign kritisierte Trumps Dekret. "Jeder verdient die Freiheit, fĂŒr sich und seine Familie ganz persönliche Entscheidungen ĂŒber die Gesundheitsversorgung zu treffen - unabhĂ€ngig von Einkommen, Postleitzahl oder Krankenversicherungsschutz", sagte Kelley Robinson, PrĂ€sidentin der Human Rights Campaign. "Diese DurchfĂŒhrungsverordnung ist ein dreister Versuch, Politiker zwischen die Menschen und ihre Ărzte zu stellen und ihnen den Zugang zu einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung zu verwehren, die von allen groĂen ĂrzteverbĂ€nden des Landes unterstĂŒtzt wird." Es sei "zutiefst unfair, mit dem Leben der Menschen Politik zu machen und jungen Transgender-Personen, ihren Familien und ihren Ărzten die Freiheit zu nehmen, notwendige Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung zu treffen", so Robinson. "Fragen zu dieser Versorgung sollten von Ărzten und nicht von Politikern beantwortet werden, und die Entscheidungen mĂŒssen bei den Familien, den Ărzten und dem Patienten liegen."


