Ukraine, Russland

EuropĂ€er: Frontlinie muss Basis fĂŒr Ukraine-GesprĂ€che sein

21.10.2025 - 11:25:58

US-PrĂ€sident Donald Trump machte in Sachen Ukraine zuletzt mit einem Zickzack-Kurs auf sich aufmerksam. Die europĂ€ischen VerbĂŒndeten Kiews machen nun ihre Position klar.

Aus Sicht von Bundeskanzler Friedrich Merz und anderen europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs muss die aktuelle Frontlinie im Ukraine-Krieg der Ausgangspunkt fĂŒr Friedensverhandlungen sein. «Wir unterstĂŒtzen nachdrĂŒcklich die Position von PrĂ€sident (Donald) Trump, dass die KĂ€mpfe sofort eingestellt werden sollten und die aktuelle Kontaktlinie der Ausgangspunkt fĂŒr Verhandlungen sein sollte», heißt es in einer ErklĂ€rung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und anderen LĂ€ndern. 

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa unterzeichneten das Statement ebenfalls. Es gelte weiterhin der Grundsatz, «dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verĂ€ndert werden dĂŒrfen», heißt es darin weiter. 

US-PrĂ€sident Trump hatte sich zuletzt widersprĂŒchlich geĂ€ußert. Nachdem er in den vergangenen Wochen mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr die Lage der von Russland angegriffenen Ukraine gezeigt hatte, schien er davon zuletzt wieder abzurĂŒcken. Am Wochenende sprach er sich dafĂŒr aus, dass fĂŒr ein Ende der KĂ€mpfe der aktuelle Frontverlauf eingefroren werden sollte. Am Montag sagt er dann, er glaube nicht, dass die Ukraine den Krieg gewinnen könne - auch wenn er dies nicht gĂ€nzlich ausschließe.

Nur Ukraine meint es ernst mit Frieden

In dem Statement heißt es nun, die Ukraine sei die einzige Partei, die es mit dem Frieden ernst meine. «Wir alle sehen, dass (der russische PrĂ€sident Wladimir) Putin weiterhin Gewalt und Zerstörung wĂ€hlt.» Die Ukraine mĂŒsse zu jedem Zeitpunkt in der stĂ€rkstmöglichen Lage sein - «vor, wĂ€hrend und nach einem Waffenstillstand». 

Aktuell entwickle man Maßnahmen, um den «vollen Wert» der eingefrorenen russischen Vermögenswerte zur UnterstĂŒtzung der Ukraine zu nutzen. Noch in dieser Woche werde man sich beim EU-Gipfel weiter beraten, bevor es ein GesprĂ€ch der sogenannten «Koalition der Willigen» unter der Leitung des britischen Premierministers Keir Starmer und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron gebe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wie Starlink den Krieg in der Ukraine beeinflusst. Nun wurde dem russischen MilitĂ€r der Zugang abgedreht. Das Satelliten-Internet Starlink nutzten im Ukraine-Krieg beide Seiten intensiv - auch wenn Russland eigentlich nie eine Erlaubnis dafĂŒr hatte. (Ausland, 09.02.2026 - 15:07) weiterlesen...

Russische Sabotage? Weiterer VerdÀchtiger angeklagt. Die Bundesanwaltschaft hat nun auch gegen den dritten Beschuldigten Anklage erhoben. Ein Agenten-Trio soll im russischen Auftrag Paketsendungen mit BrandsÀtzen vorbereitet haben. (Politik, 09.02.2026 - 11:18) weiterlesen...

Russland will laut Ischinger nicht zur MSC Russland wird auf der diesjĂ€hrigen MĂŒnchner Sicherheitskonferenz erneut nicht vertreten sein - hat nach Ansicht von MSC-Chef Wolfgang Ischinger an einer Einladung aber auch kein Interesse. (Politik, 09.02.2026 - 10:57) weiterlesen...

Orban bezeichnet Ukraine in Wahlkampfrede als 'Feind' Der ungarische MinisterprÀsident Viktor Orban hat die von Russland angegriffene Ukraine als "Feind" bezeichnet. (Boerse, 08.02.2026 - 20:52) weiterlesen...

Moskau meldet Festnahmen nach Attentat auf General. Moskau macht Kiew schwere VorwĂŒrfe. Nun machen Ermittler Festnahmen öffentlich - und eine Flucht. Ein hochrangiger MilitĂ€r wird in der russischen Hauptstadt angeschossen. (Ausland, 08.02.2026 - 11:16) weiterlesen...

Umfrage: Mehrheit fĂŒr stĂ€rkere Ukraine-Hilfe - Sorge vor Krieg bleibt In Deutschland ist einer Umfrage zufolge eine Mehrheit der Menschen bereit, die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland stĂ€rker zu unterstĂŒtzen. (Boerse, 08.02.2026 - 11:13) weiterlesen...