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Nato-Chef: BĂŒndnispartner der USA investieren vier Prozent

06.07.2026 - 16:38:41 | dpa.de

US-PrĂ€sident Trump pocht darauf, dass die europĂ€ischen Nato-Partner mehr Verantwortung ĂŒbernehmen - und mehr Geld fĂŒr Verteidigung ausgeben. Zum Gipfel nennt der GeneralsekretĂ€r der Allianz eine Zahl.

Aus Sicht von Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte geht die Entwicklung der Verteidigungsausgaben in die richtige Richtung. - Bild: Hussein Malla/AP/dpa
Aus Sicht von Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte geht die Entwicklung der Verteidigungsausgaben in die richtige Richtung. - Bild: Hussein Malla/AP/dpa

Vor dem Nato-Gipfel hat GeneralsekretĂ€r Mark Rutte Fortschritte der VerbĂŒndeten der USA bei der Steigerung ihrer Verteidigungsausgaben herausgestellt. Die europĂ€ischen Alliierten und Kanada investierten bereits jetzt etwa vier Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit, sagte Rutte in Ankara. 

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind darunter etwa 2,5 Prozent fĂŒr klassische Verteidigungsausgaben und 1,5 Prozent fĂŒr andere verteidigungsrelevante Ausgaben wie etwa Infrastruktur. FĂŒr das vergangene Jahr hatte Rutte in einem im MĂ€rz veröffentlichten Bericht fĂŒr die europĂ€ischen Nato-LĂ€nder und Kanada noch klassische Verteidigungsausgaben in Höhe von 2,33 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgewiesen.

Der GeneralsekretĂ€r hob hervor, dass die EuropĂ€er und Kanadier im vergangenen Jahr fast 20 Prozent mehr fĂŒr klassische Verteidigung ausgegeben hĂ€tten als im Vorjahr. FĂŒr 2025 und 2026 zusammen bedeute das 258 Milliarden US-Dollar zusĂ€tzlich. 

Trump macht Druck

Rutte und die EuropĂ€er hoffen, mit solchen Zahlen US-PrĂ€sident Donald Trump versöhnlich zu stimmen. Dieser hatte Ende vergangener Woche erneut scharfe Kritik an den Ausgaben der EuropĂ€er geĂŒbt und unter anderem Deutschlands Investitionen als lĂ€cherlich bezeichnet. 

Kanzler Friedrich Merz hatte dies zurĂŒckgewiesen und klargestellt, dass Deutschland gerade seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele.

Mit der drastischen Steigerung der Verteidigungsausgaben reagieren die europÀischen Alliierten auf Forderungen von Trump nach einer faireren Lastenteilung, aber auch auf Russlands fortgesetzten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Durch eine deutliche StÀrkung von Abschreckung und Verteidigung soll Kremlchef Wladimir Putin deutlich gemacht werden, dass ein Angriff auf ein europÀisches Nato-Land keinerlei Erfolgschancen hÀtte.

Beim Nato-Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr hatten die Alliierten auf DrĂ€ngen Trumps vereinbart, spĂ€testens ab 2035 jĂ€hrlich fĂŒnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung und Sicherheit auszugeben. Davon sollen 3,5 Prozent klassische Verteidigungsausgaben sein, weitere 1,5 Prozent können etwa in Infrastruktur fließen. 

«Hier in Ankara erwarte ich, dass die Nationen klare, konkrete und glaubwĂŒrdige PlĂ€ne vorstellen, um diese fĂŒnf Prozent zu erreichen», sagte Rutte. Zugleich betonte er, nur ein Jahr nach dem Beschluss sehe man Fortschritt. 

Das zweitÀgige Gipfeltreffen in Ankara beginnt am Dienstag.

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