US-Senatorin: Trump missbraucht Justizministerium
23.11.2025 - 20:50:36Im Streit um Drohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump gegen mehrere demokratische Kongressmitglieder hat die Senatorin Elissa Slotkin nachgelegt. «Es ist kein Geheimnis, dass der PrĂ€sident versucht, das Justizministerium als Waffe einzusetzen», sagte sie im GesprĂ€ch mit ABC News. «Wir haben schon mehrfach erlebt, wie er bei verschiedenen Personen so vorgegangen ist. Es ist ein Instrument, um einzuschĂŒchtern.»Â
Vorangegangen war ein Video, in dem sechs demokratische Kongressmitglieder, die selbst einen MilitĂ€r- oder Geheimdiensthintergrund haben, im Kern Angehörige des US-MilitĂ€rs auffordern, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. «Unsere Gesetze sind klar: Ihr könnt illegale Befehle verweigern - ihr mĂŒsst illegale Befehle verweigern», heiĂt es. Niemand mĂŒsse Anordnungen ausfĂŒhren, die gegen Recht oder Verfassung verstieĂen.Â
Daraufhin hatte Trump auf der Plattform Truth Social mehrere BeitrĂ€ge abgesetzt, in denen er einer Gruppe von Demokraten «aufstĂ€ndisches Verhalten von VerrĂ€tern» vorwarf. In einem weiteren Post nannte er sie zwar nicht namentlich, schrieb aber: «AUFSTĂNDISCHES VERHALTEN, mit dem TODE bestrafbar!» Zudem schaltete sich der dem Justizministerium untergeordnete, stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche ein und forderte, dass die Kongressmitglieder zur Rechenschaft gezogen werden sollten.Â
Slotkin: «Juristische WinkelzĂŒge» bei Angriffen in Venezuela
Slotkin verteidigte die Veröffentlichung des Videos. Es hĂ€tten sich einige junge Offiziere an sie und ihre Kollegen gewandt, die sich als Nationalgardisten oder als Teile von MilitĂ€reinheiten in Lateinamerika nicht sicher seien, ob sie ihre Befehle ausfĂŒhren sollten. Angesprochen darauf, ob sie glaube, dass Trump dem MilitĂ€r bisher rechtswidrige Befehle erteilt habe, antwortete Slotkin: «Mir sind keine illegalen Dinge bekannt, aber es gibt sicherlich einige juristische WinkelzĂŒge im Zusammenhang mit den Angriffen in der Karibik und allem, was mit Venezuela zu tun hat.»
Am Samstag bemĂŒhte sich der PrĂ€sident, seine Drohungen zu relativieren. «Ich drohe ihnen nicht mit dem Tod, aber ich glaube, sie stecken in ernsthaften Schwierigkeiten. FrĂŒher bedeutete das den Tod», sagte er in einem GesprĂ€ch mit Fox News Radio. Aus seiner Sicht hĂ€tten die Parlamentarier das Gesetz gebrochen, indem sie Angehörige des US-MilitĂ€rs dazu aufgefordert hĂ€tten, Befehle des US-PrĂ€sidenten zu verweigern.


