Grönlands Parteichefs: Wir wollen keine Amerikaner sein
10.01.2026 - 02:55:59Grönlands Politik demonstriert angesichts der BesitzansprĂŒche von US-PrĂ€sident Donald Trump auf die zu DĂ€nemark gehörende Insel Einheit. «Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine DĂ€nen sein, wir wollen GrönlĂ€nder sein», heiĂt es in einer von den fĂŒnf Parteien im grönlĂ€ndischen Parlament Inatsisartut unterzeichneten gemeinsamen ErklĂ€rung. Man wolle, dass die USA «ihre GeringschĂ€tzung gegenĂŒber unserem Land einstellen», betonen die Parteivorsitzenden. «Die Zukunft Grönlands muss vom grönlĂ€ndischen Volk entschieden werden», heiĂt es in dem Schreiben weiter.
Grönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich DĂ€nemark. Trump hat deutlich gemacht, dass er die Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf deren strategische Bedeutung und eine zuletzt groĂe PrĂ€senz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. FĂŒr Beunruhigung sorgt Trumps ĂuĂerungen vor allem, weil er bislang auch militĂ€rischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle ĂŒber Grönland zu erlangen.
Die dĂ€nische Regierung weist Trumps Anspruch entschieden zurĂŒck. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende des VerteidigungsbĂŒndnisses Nato, sollten die USA Grönland angreifen. Grönlands Parteivorsitzende erklĂ€rten nun, es mĂŒsse ein intensiver Dialog «mit unseren VerbĂŒndeten und den LĂ€ndern, mit denen wir zusammenarbeiten», sichergestellt werden. Man werde sich weiter fĂŒr die Sicherheit der Bevölkerung im ganzen Land einsetzen, hieĂ es. Die Insel ist zu vier FĂŒnfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groĂ wie Deutschland.


