Saudi-Arabien offen fĂŒr besseres VerhĂ€ltnis zu Israel
18.11.2025 - 19:49:37Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat sich grundsĂ€tzlich offen fĂŒr eine Verbesserung der Beziehungen seines Landes und der arabischen LĂ€nder im Nahen Osten zu Israel gezeigt. Bei einem Treffen mit US-PrĂ€sident Donald Trump im WeiĂen Haus stellte er in Aussicht, man wolle Teil der Abraham-Abkommen fĂŒr eine Normalisierung der Beziehungen werden. Er pochte aber in dem Kontext auf eine Zweistaatenlösung, wonach es neben Israel auch einen unabhĂ€ngigen palĂ€stinensischen Staat geben soll. Das lehnt Israel allerdings ab.Â
Ob es tatsĂ€chlich zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel kommt, ist also unklar. Trump sagte, man habe ĂŒber die Abraham-Abkommen gesprochen. Er habe ein gutes GefĂŒhl und denke, dass er eine positive Antwort bekommen habe.Â
Wenige Tage vor seinem Treffen mit dem saudischen Thronfolger hatte der US-PrĂ€sident vor Journalisten gesagt: «Ich hoffe, dass Saudi-Arabien sich den Abkommen in naher Zukunft anschlieĂen wird.»
Abraham-Abkommen galten als historischer Durchbruch
Trump hatte die Abraham-Abkommen, mit denen mehrere arabische Staaten die Beziehungen zu Israel normalisierten, 2020 wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht. Das galt damals als historischer Durchbruch. Das Abkommen wurde nach der biblischen Figur Abraham benannt, weil dieser auch fĂŒr die Verbindung von Weltreligionen steht.Â
Bei den Abkommen geht es um die Förderung von Toleranz, einen Abbau von Radikalisierung und Konflikten und eine Vision hin zu Sicherheit, Wohlstand und Frieden im Nahen Osten.
JĂŒngst schloss sich auch das muslimisch geprĂ€gte Kasachstan dem Abkommen an. Das galt jedoch als symbolischer Schritt, weil die frĂŒhere Sowjetrepublik bereits seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen zu Israel unterhĂ€lt. Der US-PrĂ€sident betonte damals: Kasachstan sei das erste Land seiner zweiten Amtszeit, das den Abraham-Abkommen beigetreten sei - «das erste von vielen».
Ambivalentes VerhÀltnis
Das VerhĂ€ltnis zwischen Saudi-Arabien und Israel ist ambivalent. Einerseits fĂŒhlt sich Saudi-Arabien als HĂŒterin der heiligsten StĂ€tten des Islam in Mekka und Medina auf besondere Weise zur SolidaritĂ€t mit den GlaubensbrĂŒdern und -schwestern in den PalĂ€stinensergebieten verpflichtet. Andererseits teilen die Saudis mit Israel geopolitische Interessen. Die beiden eint etwa die Furcht vor einem erstarkten oder gar atomar bewaffneten Iran.


