Trump, Arztbrief

Trump stichelt mit Arztbrief gegen US-PrÀsident Biden

21.11.2023 - 01:01:23

US-PrĂ€sidenten mĂŒssen die Menschen im Land regelmĂ€ĂŸig ĂŒber ihre Gesundheit informieren. Der mittlerweile 81 Jahre alte Amtsinhaber Biden hat einige Zipperlein. Ex-PrĂ€sident Trump nutzt das aus.

Der ehemalige US-PrÀsident Donald Trump stichelt ausgerechnet an Joe Bidens 81. Geburtstag gegen seinen vier Jahre Àlteren Nachfolger im Amt. Trump veröffentlichte am Montag einen Brief, bei dem es sich um eine fachliche EinschÀtzung seines Arztes handeln soll, der ihm einen «ausgezeichneten» Gesundheitszustand attestiere.

Die Veröffentlichung des Schreibens ist ein offenkundiges Wahlkampfmanöver des Republikaners, die SeriositĂ€t des Schreibens und der durchgefĂŒhrten Untersuchungen fraglich.

Er sei seit 2021 der persönliche Arzt Trumps, schreibt Bruce Aronwald, der bei der Morristown Medical Group im US-Bundesstaat New Jersey als Familienarzt gelistet ist. Zuletzt habe er Trumps Gesundheitszustand im September «umfassend» untersucht, so Aronwald.

In dem Brief werden weder das Gewicht des PrĂ€sidentschaftsbewerbers noch sein Blutdruck oder andere Testergebnisse genannt. Es heißt lediglich, der 77-JĂ€hrige habe sein Gewicht reduziert. DarĂŒber hinaus schreibt Aronwald, dass Trump aufgrund seines Interesses an prĂ€ventiven Untersuchungen «auch in den kommenden Jahren einen gesunden, aktiven Lebensstil pflegen» werde.

Bidens Gesundheitscheck zeigt einige Zipperlein auf

Bidens Gesundheitscheck wurde zuletzt im Februar veröffentlicht. In dem fĂŒnfseitigen Bericht bescheinigte Bidens Arzt dem Demokraten zwar, in der Lage zu sein, die Aufgaben eines PrĂ€sidenten erfolgreich zu erfĂŒllen. Allerdings wurde das ein oder andere Zipperlein aufgelistet - darunter ein steifer Gang und eine gastroösophageale Refluxkrankheit, wegen der er sich öfters rĂ€uspern mĂŒsse.

In den USA mĂŒssen PrĂ€sidenten regelmĂ€ĂŸig offenlegen, wie es um ihre Gesundheit bestellt ist. Rechtlich ist das nicht vorgeschrieben; es ist aber zu einer Art Ritual geworden, um das kein PrĂ€sident herumkommt.

Biden feierte am Montag seinen 81. Geburtstag und gilt bei den Demokraten klar als aussichtsreichster Bewerber fĂŒr den Sieg bei den Vorwahlen. Er zog 2021 als Ă€ltester US-PrĂ€sident aller Zeiten ins Weiße Haus ein. Bidens Alter und seine Eignung fĂŒr eine erneute PrĂ€sidentschaftsbewerbung sorgen seit lĂ€ngerem fĂŒr Debatten, auch in seiner eigenen Partei. Doch auch Trumps hohes Alter ist immer wieder Thema, da er nach der Wahl 2024 fĂŒr die Republikaner wieder ins Weiße Haus einziehen will. Auch er verspricht sich immer wieder und verwechselt Personen.

@ dpa.de