Huthi-MinisterprÀsident durch israelischen Angriff getötet
30.08.2025 - 17:06:05
Im Jemen sind durch einen israelischen Luftangriff vor wenigen Tagen der MinisterprĂ€sident der Huthi-Miliz und mehrere ihrer Minister getötet worden. Ahmed al-Rahaui und die Minister seien in der Hauptstadt Sanaa zu Tode gekommen, teilte die vom Iran unterstĂŒtzte Organisation mit. Bei dem Angriff auf eine Versammlung der Miliz seien auch weitere Mitglieder verletzt worden. Die Huthi-Regierung in Sanaa und im Norden des Jemens, den die Miliz seit rund zehn Jahren kontrolliert, werde ihre Arbeit fortsetzen, hieĂ es.Â
Die Regierung der Huthi wird international nicht anerkannt. Die Organisation hatte al-Rahaui vor einem Jahr zum Regierungschef ernannt. Er galt wie seine VorgĂ€nger aber als eher symbolische Figur ohne wirkliche Macht. AnfĂŒhrer der Miliz ist Abdel Malik al-Huthi, dessen Bruder die schiitische Organisation vor etwa 30 Jahren gegrĂŒndet hatte.Â
Mit der VerkĂŒndung von al-Rahauis Tod wurde umgehend ein Nachfolger ernannt. Der oberste politische Rat der Huthi habe Mohammed Ahmed zum amtierenden MinisterprĂ€sidenten ernannt, erklĂ€rte die Organisation laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Saba, die von den Huthi kontrolliert wird. Mohammed Ahmed diente bisher als Vize unter al-Rahaui.Â
Huthi-ErklĂ€rung zwei Tage nach jĂŒngsten israelischen AngriffenÂ
Israel hatte am Donnerstag die jemenitische Hauptstadt Sanaa angegriffen. Ziel des Luftangriffs sei eine Einrichtung gewesen, in der «Dutzende» fĂŒhrende Mitglieder des «terroristischen Huthi-Regimes» zugegen gewesen seien, erklĂ€rte das israelische MilitĂ€r am Samstagabend. Dabei seien al-Rahaui und weitere ranghohe Huthi-Vertreter getötet worden, hieĂ es weiter.Â
Die Huthi greifen seit Beginn des Gaza-Kriegs vor fast zwei Jahren immer wieder Handelsschiffe und teils auch Israel selbst an - mit dem erklĂ€rten Ziel, die PalĂ€stinenser zu unterstĂŒtzen.Â
Die Huthi bezeichnen sich offiziell als «Ansar Allah» («UnterstĂŒtzer Gottes») und sind nach EinschĂ€tzung von Experten die stĂ€rkste Kraft im Jemen, wo seit 2014 ein BĂŒrgerkrieg herrscht.

