Technische Probleme: Stimmen in El Salvador neu ausgezÀhlt
06.02.2024 - 03:58:36Ein groĂer Teil der bei der PrĂ€sidenten- und Parlamentswahl in El Salvador abgegebenen Stimmen muss neu ausgezĂ€hlt werden. Wegen technischer Probleme mĂŒssten knapp 30 Prozent der fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl genutzten Wahlurnen und alle Urnen der Parlamentswahl in dem mittelamerikanischen Land ĂŒberprĂŒft werden, kĂŒndigte die PrĂ€sidentin des Obersten Wahlgerichts, Dora MartĂnez, an.
Nach AuszĂ€hlung von 70 Prozent der Stimmen hatte der umstrittene Staatschef Nayib Bukele mit 83 Prozent in FĂŒhrung gelegen. Seitdem wurden die Ergebnisse im elektronischen System der Wahlbehörde allerdings nicht mehr aktualisiert. Bei der Parlamentswahl waren die Verzögerungen noch gravierender: Nur fĂŒnf Prozent der Stimmen wurden bislang ausgezĂ€hlt. Medien berichteten von Problemen wie einer Stimmendopplung beim Hochladen der Daten in das elektronische System.
PrĂ€sident Bukele hatte sich bereits vor Bekanntgabe der ersten Ergebnisse zum Wahlsieger erklĂ€rt. AuĂerdem habe seine Partei Nuevas Ideas (Neue Ideen) mindestens 58 der 60 Sitze im Parlament errungen, verkĂŒndete er. Der konservative Staatschef ist fĂŒr sein hartes Vorgehen gegen die KriminalitĂ€t und seinen autoritĂ€ren Kurs bekannt. Eigentlich untersagt die Verfassung El Salvadors die direkte Wiederwahl des PrĂ€sidenten. Regierungstreue Verfassungsrichter lieĂen aber eine Kandidatur Bukeles zu.


