Alaska-Treffen, Strack-Zimmermann

Alaska-Treffen: Strack-Zimmermann fĂŒrchtet ZugestĂ€ndnisse an Putin

15.08.2025 - 00:00:00

Vor dem Treffen von US-PrÀsident Donald Trump mit Russlands PrÀsident Wladimir Putin in Alaska hat die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann eindringlich vor einer Politik der ZugestÀndnisse an den russischen Aggressor gewarnt und an die Jahre vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Es dĂŒrfe keine Beschwichtigungspolitik geben, wie sie einst der britische Premier Arthur Neville Chamberlain gegenĂŒber Nazi-Deutschland betrieben habe, sagte Strack-Zimmermann dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). "Was Europa braucht, ist kein weiterer Neville Chamberlain. Was Europa braucht, ist ein Winston Churchill", so die Europaabgeordnete.

"Ich möchte einen Politiker in Europa wissen, der so klar ist wie Winston Churchill, und keinen wie Chamberlain, der durch seine Appeasement-Politik gegenĂŒber dem nationalsozialistischen Deutschland maßgeblich am MĂŒnchner Abkommen beteiligt war und verkannt hat, dass man mit dem Aggressor keine friedliche Politik machen kann." Auf keinen Fall dĂŒrfe der russische Angriffskrieg in der Ukraine "eingefroren" werden. "Das ist ein fataler historischer und geopolitischer Fehler. Ein eingefrorener Konflikt ist ein Nicht-Frieden." Es entstĂŒnden de facto russische Gebiete, auch wenn sie de jure völkerrechtlich nicht anerkannt werden wĂŒrden, so die FDP-Politikerin. FĂŒr "jeden Schurken in dieser Welt" wĂ€re das das Signal, dass man nur lange genug Krieg fĂŒhren mĂŒsse, um das zu bekommen, was man will. Das MĂŒnchner Abkommen von 1938 erzwang die Abtretung des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei an Deutschland. 1939 ĂŒberfiel Deutschland Polen und löste den Zweiten Weltkrieg aus. Chamberlains Nachfolger Churchill steht fĂŒr den entschlossenen Kampf gegen Adolf Hitler. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, JĂŒrgen Hardt, sagte den Zeitungen, es sei völlig klar, dass es keine Gebietsverhandlungen gegen und ohne die Ukraine und keine Verhandlungen ĂŒber europĂ€ische Sicherheit ohne EuropĂ€er geben dĂŒrfe. "Umfassende Friedensverhandlungen dĂŒrfen kein Deckmantel fĂŒr russische Aggression sein, das Sterben muss aufhören." Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses des Bundestags, Anton Hofreiter (GrĂŒne), sagte dem RND, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sollte unabhĂ€ngig von dem Treffen in Alaska die humanitĂ€re, finanzielle und militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine erhöhen. "Es ist auch im deutschen Sicherheitsinteresse, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland nicht verliert", so Hofreiter. "Die Nato sollte der Ukraine einen klaren, verbindlichen Beitrittspfad eröffnen."

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