Finnland: ĂuĂere Einwirkung auf beschĂ€digte Pipeline
10.10.2023 - 17:28:05Die am Wochenende entdeckten SchĂ€den an der Ostsee-Pipeline Balticconnector zwischen Finnland und Estland können nach Angaben der finnischen Regierung nicht im Alltagsbetrieb entstanden sein. Nach einer vorlĂ€ufigen Beurteilung sei der Schaden weder durch die normale Nutzung noch durch Druckschwankungen zu erklĂ€ren, sagte MinisterprĂ€sident Petteri Orpo auf einer Pressekonferenz in Helsinki. Es sei wahrscheinlich, dass das Leck auf Ă€uĂere Einwirkungen zurĂŒckgeht.
Die finnische Kriminalpolizei leitete eine Untersuchung zu dem Vorfall ein. Auf die Frage, ob es einen Grund fĂŒr den Verdacht einer Beteiligung Russlands gebe, wich Orpo aus. Das Wichtigste sei, dass die Sache ordentlich untersucht werde. Man lebe in unruhigen Zeiten, aber es gebe keinen Grund, sich Sorgen zu machen.
Die Reparatur der Pipeline dĂŒrfte nun mehrere Monate dauern, wie Behördenvertreter auf der Pressekonferenz einschĂ€tzten. Der stellvertretende Chef des finnischen Grenzschutzes, Markku Hassinen, berichtete von einer deutlichen BeschĂ€digung des Rohres. Der Schaden scheine durch einen externen Akteur verursacht worden zu sein. Diese Informationen seien an die Kriminalpolizei weitergeleitet worden.
Die Betreibergesellschaften Gasgrid (Finnland) und Elering (Estland) hatten am frĂŒhen Sonntagmorgen einen plötzlichen Druckabfall in der Leitung bemerkt. Der Gastransport zwischen den beiden EU-LĂ€ndern wurde daraufhin unterbrochen.





