Donald Trump, Asa Hutchinson

Debatte der US-Republikaner: Wenig Kritik an Trump

24.08.2023 - 05:58:31

WĂ€hrend der Ex-PrĂ€sident vor seinem Gerichtstermin in Georgia der Debatte fernbleibt, diskutieren seine Kontrahenten ĂŒber Abtreibungsverbote, den Ukraine-Krieg, Einwanderung - und wenig ĂŒber Trump.

Bei der ersten parteiinternen Fernsehdebatte der Republikaner zur US-PrÀsidentschaftswahl 2024 haben sich die Bewerber einen Schlagabtausch zu Sachfragen geliefert - und Attacken auf ihren populÀren Kontrahenten Donald Trump weitgehend gemieden.

Das Ziel mĂŒsse sein, die Staatsausgaben zu senken, das Land unabhĂ€ngig von Energieimporten zu machen und den EuropĂ€ern mehr Finanzhilfe fĂŒr die Ukraine abzuverlangen, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis, der laut Umfragen aussichtsreichste unter den acht Bewerbern auf der BĂŒhne. Ex-PrĂ€sident Trump, der in diesen Erhebungen das Feld klar anfĂŒhrt, hatte seine Teilnahme an der Debatte am Mittwoch in Milwaukee im Vorfeld abgesagt.

Die meisten Politiker auf der BĂŒhne hielten sich auffĂ€llig zurĂŒck mit Kritik am frĂŒheren PrĂ€sidenten, der sich in vier Strafverfahren verantworten muss und heute vor Gericht in Georgia erwartet wird. Vivek Ramaswamy, ein Unternehmer, der hinter DeSantis auf Rang drei der Umfragen liegt, sagte gar, dass Trump fĂŒr ihn der beste PrĂ€sident des 21. Jahrhunderts gewesen sei. Sollte er selbst ins Weiße Haus einziehen, werde er ihn im Falle einer Verurteilung begnadigen, sagte der 38-JĂ€hrige.

Vorsichtige Kritik gab es vom frĂŒheren VizeprĂ€sidenten Mike Pence, dem einstigen Stellvertreter Trumps, sowie von der frĂŒheren UN-Botschafterin Nikki Haley und South Carolinas Senator Tim Scott. Einzig Chris Christie, der mutmaßlich chancenlose Ex-Gouverneur von New Jersey, griff Trump deutlicher an. Zu den weiteren Themen der zweistĂŒndigen Debatte zĂ€hlten Abtreibungsverbote, Russlands Krieg gegen die Ukraine und der Kampf gegen illegale Einwanderung an der SĂŒdgrenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko.

Wer PrĂ€sidentschaftskandidat der Republikaner werden will, muss sich zunĂ€chst in Vorwahlen in den einzelnen Bundesstaaten durchsetzen. Bei den Republikanern werden als Erstes die WĂ€hler in Iowa am 15. Januar ĂŒber ihren bevorzugten Bewerber entscheiden.

In den USA wird Anfang 5. November 2024 ein neuer PrĂ€sident gewĂ€hlt. FĂŒr die Demokraten will Amtsinhaber Joe Biden erneut antreten.

@ dpa.de