Frankreich, Unruhen

Unruhen in Frankreich: Über eine Milliarde Euro an SchĂ€den

03.07.2023 - 23:33:10

WĂ€hrend die Gewalt nach einer tödlichen Verkehrskontrolle langsam abebbt, sorgt sich Frankreichs Arbeitgebervereinigung um die finanziellen Folgen - auch fĂŒr den Tourismus.

  • SchĂ€den im französischen in Lyon nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Laurent Cipriani/AP

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  • SchĂ€den in Frankreichs Hauptstadt Paris nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Michel Euler/AP/dpa

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  • SchĂ€den im französischen in Aubervilliers nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Michel Euler/AP/dpa

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SchÀden im französischen in Lyon nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Laurent Cipriani/APSchÀden in Frankreichs Hauptstadt Paris nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Michel Euler/AP/dpaSchÀden im französischen in Aubervilliers nach den Krawallen infolge von Polizeigewalt. - Foto: Michel Euler/AP/dpa

Die SchĂ€den durch die anhaltenden Unruhen in Frankreich schĂ€tzt die Arbeitgebervereinigung auf bereits ĂŒber eine Milliarde Euro. «Es ist noch zu frĂŒh, um eine genaue Zahl zu nennen, aber wir liegen bei ĂŒber einer Milliarde Euro, ohne die SchĂ€den fĂŒr den Tourismus zu berĂŒcksichtigen», sagte der Chef der französischen Arbeitgebervereinigung Medef, Geoffroy Roux de BĂ©zieux, der Zeitung «Le Parisien» am Montagabend.

Über 200 GeschĂ€fte seien vollstĂ€ndig geplĂŒndert, 300 Bankfilialen zerstört und 250 TabaklĂ€den in Mitleidenschaft gezogen worden. Dabei seien die Randalierer mit absoluter Gewalt vorgegangen und hĂ€tten sogar die Registrierkassen gestohlen, ehe sie Feuer gelegt hĂ€tten. «Die Videos der Unruhen, die in der ganzen Welt kursierten, beschĂ€digen das Image Frankreichs», sagte der Arbeitgeber-Chef. «Es ist immer schwer zu sagen, ob die Auswirkungen dauerhaft sind, aber es wird sicherlich einen RĂŒckgang der Buchungen in diesem Sommer geben, obwohl die Saison vielversprechend war.» Es seien bereits einige Aufenthalte storniert worden.

Zwar gebe es in den VorstÀdten auch Probleme, die Wirtschaft aber ziehe auch dort an und letztlich sei aus den Unruhen ein AutoritÀtsproblem des Staates abzulesen, sagte der Chef der Arbeitgebervereinigung. «In den VorstÀdten gibt es eine randalierende Minderheit, aber eine stille Mehrheit, die arbeitet und zum wirtschaftlichen Reichtum des Landes beitrÀgt.»

Seit dem Tod des 17-jĂ€hrigen Nahel durch eine Polizeikugel bei einer Verkehrskontrolle am vergangenen Dienstag wird Frankreich vor allem nachts von massiven Krawallen erschĂŒttert. Wiederholt kam es zu PlĂŒnderungen, BrandanschlĂ€gen und gewaltsamen Konfrontationen zwischen Polizisten und Randalierern. Seit Beginn der Ausschreitungen gab es landesweit mehr als 3000 Festnahmen.

@ dpa.de