Hochschulen, US-Forschern

Hochschulen warnen vor Überbietungswettbewerb bei US-Forschern

30.05.2025 - 13:00:00

Walter Rosenthal, PrĂ€sident der Hochschulrektorenkonferenz, warnt vor den Folgen, die ein europĂ€ischer Wettlauf um die Spitzenforscher haben könnte, die US-PrĂ€sident Donald Trump durch seine EinschĂŒchterungsversuche gegenĂŒber den UniversitĂ€ten vergrault.

"Ein Überbietungswettbewerb im Sinne eines systematischen, einseitigen `Brain Gain` wĂ€re falsch und am Ende auch nicht von Erfolg gekrönt", sagte er dem "Spiegel". Wenn die Trump-Administration die US-Wissenschaft bevormunde und einschrĂ€nke, fĂŒge das dem global vernetzten Wissenschaftssystem insgesamt Schaden zu. "Da gibt es keine Gewinner", sagte Rosenthal. Vermutlich werde auch nur ein kleiner Teil der Forschenden bereit sein, dauerhaft in ein anderes Land zu ziehen.

Wahrscheinlicher sei, dass sich jetzt vor allem Talente aus Asien und der ganzen Welt ĂŒberlegen wĂŒrden, ob sie wirklich noch in die USA gehen wollten. "Das vor allem eröffnet fĂŒr die deutsche und europĂ€ische Wissenschaft neue Chancen." An deutschen Hochschulen nĂ€hmen Bewerbungen aus den USA oder mit Bezug zu den aktuellen Entwicklungen zu. Neben Fördermitteln brauche es "zĂŒgige Visaverfahren sowie generell eine echte Willkommenskultur in unserer Gesellschaft".

@ dts-nachrichtenagentur.de