Putin, Harris

Putin unterstĂŒtzt angeblich Harris im US-Wahlkampf

05.09.2024 - 11:30:46 | dpa.de

Washington beklagt immer wieder, dass Moskau sich in die Wahlen in den USA einmische. Nun erklĂ€rt Kremlchef Putin, warum er Kandidatin Kamala Harris unterstĂŒtzt.

Kremlchef Wladimir Putin unterstĂŒtzt im US-Wahlkampf angeblich Kandidatin Kamala Harris. - Foto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

 

Wladiwostok (dpa) – Vor der PrĂ€sidentenwahl in den USA hat Kremlchef Wladimir Putin seine angebliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Kandidatin Kamala Harris erklĂ€rt. Die US-Politikerin habe so ein ausdrucksstarkes und «ansteckendes Lachen», das zeuge davon, dass fĂŒr sie alles gut sei, sagte Putin beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok am Pazifik. 

Er habe immer gesagt, dass er US-PrĂ€sident Joe Biden favorisiere. Putin hatte gelobt, dass Biden berechenbarer sei als sein VorgĂ€nger Donald Trump. Da Biden aus dem Wahlkampf herausgenommen worden sei und sich nun fĂŒr Harris einsetze, «werden wir sie auch unterstĂŒtzen». Die Wahl sei aber beim US-amerikanischen Volk, sagte Putin.

Der 71-JĂ€hrige Ă€ußerte sich im Beisein von Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim bei einer Plenarsitzung zu Fragen des Welthandels und zur internationalen Politik. Der Kremlchef kritisierte, dass besonders auch unter Trump US-Sanktionen gegen Russland erlassen worden seien. «Trump hat so viele BeschrĂ€nkungen und Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngt, wie kein PrĂ€sident vor ihm. Und wenn es Frau Harris gut geht, wird sie vielleicht von dieser Art von Maßnahmen absehen», sagt er unter Hinweis auf ihr Lachen.

Washington: Putin soll sich aus unseren Wahlen heraushalten

«Herr Putin sollte aufhören, ĂŒber unsere Wahlen zu sprechen», sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, angesprochen auf Putins Äußerung. Er solle niemanden bevorzugen. Nur die amerikanischen WĂ€hlerinnen und WĂ€hlern wĂŒrden entscheiden, wer der nĂ€chste US-PrĂ€sident werde. «Wir wĂŒrden es sehr zu schĂ€tzen wissen, wenn Herr Putin aufhören wĂŒrde, ĂŒber unsere Wahlen zu reden und aufhören wĂŒrde, sich in sie einzumischen», so Kirby weiter. 

Die US-Regierung wirft Russland eine Einmischung in die bevorstehende PrĂ€sidentenwahl im November vor. Die USA belegten am Mittwoch mehrere Personen und Organisationen mit Sanktionen, darunter Vertreter des staatlichen russischen Senders RT (frĂŒher Russia Today), wie das Finanzministerium und Justizminister Merrick Garland in Washington mitteilten. Garland sagte, der innere Kreis rund um Putin habe russische PR-Firmen angewiesen, «Desinformation und staatlich geförderte Narrative als Teil einer Kampagne zur Beeinflussung der US-PrĂ€sidentschaftswahlen 2024 zu fördern».

USA werfen Russland Wahleinmischung vor

Schon bei frĂŒheren US-Wahlen hatte sich Moskau nach Angaben offizieller amerikanischer Stellen eingemischt. Nach Ansicht der US-Geheimdienste setzte sich Russland bei der Wahl 2020 fĂŒr den Republikaner Trump ein und bemĂŒhte sich, dem Demokraten Biden zu schaden. Moskau habe den Ausgang der Wahl beeinflussen und Unfrieden im Land sĂ€en wollen, hieß es in einem veröffentlichten Geheimdienst-Bericht. 

Auch bei der Wahl 2016 hatte Russland nach Überzeugung der US-Sicherheitsbehörden zugunsten des Kandidaten Trump interveniert, um die Demokratin Hillary Clinton auszubremsen. Ein Sonderermittler untersuchte spĂ€ter mögliche illegale Absprachen zwischen Russland und Trumps Team. DafĂŒr gab es keine ausreichenden Hinweise.

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