Naturkatastrophen-SchÀden, Halbjahr

Überdurchschnittliche Naturkatastrophen-SchĂ€den im ersten Halbjahr

29.07.2025 - 09:58:12

Weltweit haben Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2025 GesamtschÀden von etwa 131 Milliarden US-Dollar verursacht.

Davon waren 80 Milliarden US-Dollar versichert, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse der MĂŒnchener RĂŒck hervorgeht. Im Vorjahr waren es inflationsbereinigt noch 155 Milliarden US-Dollar bzw. 64 Milliarden US-Dollar. Die GesamtschĂ€den lagen damit zwar leicht unter dem Vorjahreswert, aber deutlich ĂŒber den langfristigen Durchschnittswerten. Die versicherten SchĂ€den sind die zweithöchsten eines ersten Halbjahres seit 1980. Nur im Jahr 2011 waren die SchĂ€den im ersten Halbjahr noch höher, damals ausgelöst von dem Erdbeben in Japan mit einem verheerenden Tsunami.

Wetterkatastrophen verursachten 88 Prozent der GesamtschĂ€den und 98 Prozent der versicherten SchĂ€den, auf Erdbeben entfielen zwölf Prozent und zwei Prozent. Die BuschbrĂ€nde im Großraum von Los Angeles nach langer Trockenheit waren die teuerste Naturkatastrophe des ersten Halbjahres - und das im Winter wĂ€hrend der sonst ĂŒblichen Regenperiode. Der Gesamtschaden wird auf 53 Milliarden US-Dollar geschĂ€tzt, etwa 40 Milliarden US-Dollar davon waren versichert. Noch nie haben WaldbrĂ€nde höhere SchĂ€den angerichtet. Die Gesamt- wie auch die versicherten SchĂ€den dieses Ereignisses sind beinahe doppelt so hoch wie die weltweiten SchĂ€den im Jahr 2018, dem bisher teuersten Waldbrandjahr. 29 Menschen kamen ums Leben. Ein Erdbeben der StĂ€rke 7,7 am 28. MĂ€rz in Myanmar war vor allem eine menschliche Katastrophe, schĂ€tzungsweise 4.500 Menschen kamen ums Leben. Das Erdbebenzentrum lag nahe der StĂ€dte Sagaing und Mandalay mit mehr als einer Million Einwohner. Insgesamt war das Beben mit gesamtwirtschaftlichen SchĂ€den von etwa 12 Milliarden US$ die zweitteuerste Katastrophe des ersten Halbjahres, der versicherte Anteil war sehr klein. "Der Klimawandel ist ein Fakt und verĂ€ndert das Leben auf der Erde", sagte Thomas Blunck von der MĂŒnchener RĂŒck. "Katastrophen wie in Los Angeles sind durch die globale ErwĂ€rmung wahrscheinlicher geworden, und sie lehren: Menschen, Behörden und Unternehmen mĂŒssen sich an die neuen Gegebenheiten anpassen." Der beste Weg, SchĂ€den so weit wie möglich zu vermeiden, sei PrĂ€vention, etwa durch widerstandsfĂ€higere Bauweisen.

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