Supreme Court macht Weg fĂŒr Trans-Verbot beim MilitĂ€r frei
06.05.2025 - 20:38:38Das Oberste Gericht lĂ€sst den auf GeheiĂ von US-PrĂ€sident Donald Trump angeordneten Ausschluss von Transmenschen aus dem MilitĂ€r zu. Eine Anordnung des Pentagon dĂŒrfe umgesetzt werden, solange der Streit weiter vor Gericht ausgetragen werde, entschied der Supreme Court. Die drei liberalen Richterinnen sprachen sich gegen den Beschluss aus. Dieser ist noch keine finale inhaltliche Entscheidung in der Sache, aber dennoch ein groĂer juristischer Erfolg fĂŒr Trump. In seiner ersten Amtszeit hatte er die Mehrheit am Supreme Court mit mehreren Nachbesetzungen weit nach rechts verschoben.
Eine untere Instanz hatte zuvor geurteilt, dass der Ausschluss von Transmenschen gegen das Verfassungsgebot - dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden mĂŒssen - verstoĂe. Trumps Regierung wendete sich daraufhin an den Supreme Court und forderte eine Aufhebung der einstweiligen VerfĂŒgung. Die sofortige Durchsetzung der Anordnung solle gestattet werden, hieĂ es in dem Antrag der Regierung. Damit hatte sie nun Erfolg. Der Fall könnte aber noch einmal vor dem Obersten US-Gericht landen, wenn er alle Instanzen durchlaufen hat.Â
Strikte Anweisung des Pentagon
Das US-Verteidigungsministerium hatte vor einigen Wochen angeordnet, dass Transmenschen weitgehend vom MilitÀrdienst ausgeschlossen werden sollen - auch aktive Soldatinnen und Soldaten. Das Pentagon wies an, dass Verantwortliche der einzelnen Zweige der StreitkrÀfte binnen 30 Tagen alle Personen mit einer Diagnose oder Vorgeschichte von «Geschlechtsdysphorie» identifizieren sollen. Diese Menschen sollten dann vom MilitÀr ausgeschlossen und ehrenhaft entlassen werden - es sei denn, «ihre Akte rechtfertigt» den Verbleib.
Trump hat nach seinem Amtsantritt zahlreiche diskriminierende MaĂnahmen gegen Transmenschen erlassen. Transmenschen identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft trans- und geschlechtsdiverse IdentitĂ€ten seit 2019 nicht mehr als psychische Erkrankung ein, um ein modernes VerstĂ€ndnis von GeschlechteridentitĂ€t widerzuspiegeln. Eine frĂŒhere Richtlinie des Pentagon untersagte die Diskriminierung aufgrund von GeschlechteridentitĂ€t.


