Luiz InĂĄcio Lula da Silva, Wolodymyr Selenskyj

Lula trifft Selenskyj: «GesprĂ€ch ĂŒber Wege zum Frieden»

21.09.2023 - 05:09:06

Wie andere linke Staatschefs in Lateinamerika hĂ€lt sich Brasiliens PrĂ€sident mit Kritik an Moskau zurĂŒck. Nun ist Lula in New York erstmals mit seinem ukrainischen Amtskollegen zusammengekommen.

Der brasilianische PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva hat nach seinem ersten persönlichen Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj ein positives ResĂŒmee gezogen. «Wir hatten ein gutes GesprĂ€ch ĂŒber die Bedeutung von Wegen zum Frieden und haben uns darauf verstĂ€ndigt, den offenen Dialog zwischen unseren LĂ€ndern stets aufrecht zu erhalten», schrieb Lula gestern nach dem Treffen in New York auf der Nachrichtenplattform X, die frĂŒher als Twitter bekannt war.

Selenskyj schrieb: «Das war ein wichtiges Treffen mit Lula. Nach unserer ehrlichen und konstruktiven Diskussion haben wir unsere diplomatischen Teams beauftragt, die nĂ€chsten Schritte fĂŒr unsere bilateralen Beziehungen und FriedensbemĂŒhungen zu erarbeiten. Die Vertreter Brasiliens werden sich weiter an den Treffen zu den ukrainischen FriedensbemĂŒhungen beteiligen.»

Lula hatte zuletzt immer wieder fĂŒr eine internationale Vermittlungsinitiative zur Beilegung des Krieges in der Ukraine geworben, ohne allerdings konkrete VorschlĂ€ge zu unterbreiten. Ähnlich wie andere linke Staatschefs in Lateinamerika hat Lula den russischen Überfall auf die Ukraine zwar kritisiert, sich mit deutlichen Worten gegenĂŒber Moskau aber zurĂŒckgehalten.

Auch die UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Waffen lehnt Brasilien ab. «Wir mĂŒssen anerkennen, dass die Lieferung weiterer Waffen die Chancen auf Frieden untergrĂ€bt», sagte der brasilianische Außenminister Mauro Vieira gestern im UN-Sicherheitsrat. «Es gibt keine militĂ€rische Lösung fĂŒr diesen Krieg.»

@ dpa.de