Weltwirtschaftsforum, WEF

Trump kĂŒndigt Treffen zu Grönland in Davos an

20.01.2026 - 07:30:15

Wie geht es zwischen den USA und Europa weiter im Grönland-Konflikt? US-PrÀsident Trump will in der Schweiz mit «beteiligten Parteien» reden.

Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-PrĂ€sident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos in der Schweiz angekĂŒndigt. Den avisierten GesprĂ€chen sei ein Telefonat mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte vorangegangen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen wird, ließ der Republikaner offen. 

Die GesprĂ€che dĂŒrften am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Trump wird am Mittwoch in dem Schweizer Alpenort erwartet, wo er am selben Tag eine Rede halten wird. 

Trump: Es gibt kein ZurĂŒck»

Trump bekrĂ€ftigte, dass die zu DĂ€nemark gehörende Insel Grönland «von entscheidender Bedeutung» fĂŒr die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. «Es gibt kein ZurĂŒck – darin sind sich alle einig!», schrieb Trump. Er will DĂ€nemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der SolidaritĂ€t mit DĂ€nemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt. 

Der Republikaner kĂŒndigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europĂ€ischen Nato-LĂ€ndern zu verhĂ€ngen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen. 

Sollte Trump die Zölle wirklich verhĂ€ngen lassen, könnte die EU beispielsweise ebenfalls Sonderzölle verhĂ€ngen. Im Raum stehen Extraabgaben auf Wareneinfuhren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro, etwa Flugzeuge, MotorrĂ€der, Rindfleisch, Whiskey und ZitrusfrĂŒchten. Auch andere wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen sind möglich - so könnten US-Unternehmen etwa von der Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge ausgeschlossen oder fĂŒr bestimmte Produkte Ein- und AusfuhrbeschrĂ€nkungen erlassen werden.

@ dpa.de