Deutschland, Großbritannien

Merz empfÀngt Selenskyj am Montag - EuropÀer kommen zusammen

12.12.2025 - 17:41:00 | dpa.de

Wie weiter mit den FriedensplĂ€nen fĂŒr die Ukraine? In Berlin werden der Kanzler und wichtige europĂ€ische Partner zu Wochenbeginn mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten beraten. Was machen die Amerikaner?

Kanzler Friedrich Merz (CDU, r.) will den ukrainischen PrÀsidenten Wolodymir Selenskyj am Montag in Berlin empfangen. - Foto: Fabian Sommer/dpa

Im Ringen um einen Friedensplan fĂŒr die Ukraine wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj und zahlreiche westliche Spitzenpolitiker in Berlin empfangen. Nach WirtschaftsgesprĂ€chen will sich Merz mit Selenskyj zunĂ€chst austauschen, am Abend werden dann eine Reihe europĂ€ischer Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato zu den GesprĂ€chen hinzustoßen, wie der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, mitteilte. 

Es wird erwartet, dass an dem Treffen im Kanzleramt neben Selenskyj unter anderem Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer teilnehmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Regierungskreisen soll der Verhandlungsprozess ĂŒber eine Friedenslösung fĂŒr die Ukraine auch mit Vertretern der USA fortgesetzt werden. Ob und wann es in den nĂ€chsten Tagen Verhandlungen etwa auf Beraterebene geben wird, blieb zunĂ€chst offen.

Die Runde im Kanzleramt soll in einem erweiterten Format der sogenannten «Washington»-Gruppe stattfinden, zu der EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen, EU-RatsprÀsident António Costa und Nato-GeneralsekretÀr Mark Rutte sowie unter anderem der finnische PrÀsident Alexander Stubb, der norwegische MinisterprÀsident Jonas Gahr StÞre, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und Polens Regierungschef Donald Tusk gehören.

Deutsch-Ukrainisches Wirtschaftsforum in Berlin

Vor den Beratungen im Kanzleramt will Merz beim 8. Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin eine Rede halten. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die wirtschaftliche WiderstandsfÀhigkeit, die Rolle des privaten Sektors beim Wiederaufbau, die Transformation der Verteidigungsindustrie und die weitere Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit. Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) und die ukrainische MinisterprÀsidentin Julia Swyrydenko wollen teilnehmen.

Merz hatte am Donnerstag bei einem Treffen mit Nato-GeneralsekretĂ€r Rutte in Berlin gesagt, die Antwort der Ukraine auf den von den USA vorgelegten Friedensplan sei am spĂ€ten Mittwochnachmittag an US-PrĂ€sident Donald Trump ĂŒbermittelt worden. «Es geht hier vor allem um die Frage, welche territorialen ZugestĂ€ndnisse die Ukraine bereit ist zu machen», fĂŒgte er hinzu. Den USA war vorgeworfen worden, in ihrem ursprĂŒnglichen 28-Punkte-Friedensplan etliche Forderungen Moskaus ĂŒbernommen zu haben.

Merz: Ukraine muss Frage von Gebietsabtretungen beantworten

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat bisher jegliche territorialen ZugestĂ€ndnisse, die Russland als Voraussetzung fĂŒr eine Friedenslösung nennt, abgelehnt. Merz betonte zu diesem Thema: «Das ist aber eine Frage, die vor allem der ukrainische PrĂ€sident und das ukrainische Volk beantworten mĂŒssen. Das haben wir PrĂ€sident Trump auch verdeutlicht.»

Merz hatte am Mittwoch gemeinsam mit Macron und Starmer mit Trump ĂŒber die Lage in der Ukraine telefoniert. Man habe Trump vorgeschlagen, dass man ĂŒber das Wochenende die vorliegenden Dokumente gemeinsam mit der US-Regierung abschließend bespreche. Ob die US-Regierung an einem Treffen in Berlin zu Beginn der Woche teilnehme, hĂ€nge «sehr stark von der gemeinsamen Abfassung der Papiere jetzt ab, die zurzeit bearbeitet werden. Ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass uns das gelingt.»

Er habe aus dem Telefonat mit Trump «den festen Eindruck mitgenommen, dass er bereit ist, diesen Weg mit uns zu gehen, weil er weiß, dass die EuropĂ€er hier auch mit ihren eigenen Interessen gehört werden mĂŒssen», sagte Merz am Donnerstag. Der Kanzler sprach von einem sehr konstruktiven Telefonat mit Trump, bei dem «die gegenseitigen Positionen klar wurden und auch gegenseitiger Respekt zum Ausdruck kam».

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