DĂ€nemark, Europa

Drohnenalarm vor dÀnischem EU-Gipfel - Bundeswehr im Einsatz

28.09.2025 - 14:21:26

Wieder werden an dÀnischen MilitÀrstandorten Drohnen gesichtet - nur Tage vor dem EU-Gipfel in dem Land. Die Bundeswehr reagiert ebenso wie die Regierung, die eine weitreichende Entscheidung trifft.

  • DĂ€nemark ist alarmiert. Seit Tagen gibt es Drohnenalarm. (Archivbild) - Foto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

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  • Die dĂ€nischen Behörden vermuten einen professionellen Akteur hinter den DrohnenflĂŒgen. (Archivbild) - Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa

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  • Die Fregatte «Hamburg» ist im Rahmen einer Nato-Mission unterwegs. - Foto: Lars Penning/dpa

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DĂ€nemark ist alarmiert. Seit Tagen gibt es Drohnenalarm. (Archivbild) - Foto: Steven Knap/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpaDie dĂ€nischen Behörden vermuten einen professionellen Akteur hinter den DrohnenflĂŒgen. (Archivbild) - Foto: Emil Helms/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpaDie Fregatte «Hamburg» ist im Rahmen einer Nato-Mission unterwegs. - Foto: Lars Penning/dpa

Wenige Tage vor zwei europĂ€ischen Gipfeltreffen in Kopenhagen sind an dĂ€nischen MilitĂ€rstandorten erneut Drohnen unbekannter Herkunft gesichtet worden. Die deutsche Bundeswehr schickte am frĂŒhen Sonntagmorgen UnterstĂŒtzungskrĂ€fte, sie sollen das informelle Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 1. Oktober sowie die Konferenz der EuropĂ€ischen Politischen Gemeinschaft am Folgetag sichern. In Kopenhagen lief zudem am Mittag die Fregatte «Hamburg» ein.

Die PrĂ€senz des Schiffes der Deutschen Marine, das im Rahmen der Nato-Mission «Baltic Sentry» zur Sicherung der Ostsee im Einsatz ist, sende ein klares Signal fĂŒr die Sicherheit und Einheit innerhalb des BĂŒndnisses, sagte ein Nato-Sprecher dem Sender TV2. Das dĂ€nische Transportministerium teilte mit, dass der gesamte dĂ€nische Luftraum von Montag bis Freitag fĂŒr zivile DrohnenflĂŒge gesperrt wird.

In dem skandinavischen Nato-Land herrscht seit Tagen Drohnenalarm. Es wird nicht ausgeschlossen, dass ein Staat wie Russland verantwortlich ist. 

Immer wieder Sichtungen an MilitÀrstandorten

Betroffen von den ZwischenfĂ€llen, die von der dĂ€nischen Regierung als «hybrider Angriff» eingestuft wurden, waren mehrere zivile und militĂ€rische FlughĂ€fen. Am vergangenen Montag musste der Hauptstadtflughafen Kopenhagen nach Drohnensichtungen stundenlang gesperrt werden. In der Folge waren weitere, kleinere FlughĂ€fen betroffen. Am Wochenende wurden erneut Drohnen an MilitĂ€rstĂŒtzpunkten gemeldet.

Zu den neuerlichen Sichtungen am Sonntag machte das Oberkommando der dÀnischen StreitkrÀfte zunÀchst keine weiteren Angaben. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge wurde auch nicht klar, ob die Drohnen zuerst von den StreitkrÀften selbst oder von anderen beobachtet wurden. Auch ist unklar, ob ein Zusammenhang mit den vorausgegangenen VorfÀllen besteht.

Regierung vermutet professionellen Akteur

Bei den Sichtungen unter der Woche gehen die Ermittler von einem professionellen Akteur mit den nötigen FĂ€higkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will. Russland hatte in einer Mitteilung seiner Botschaft in DĂ€nemark am Donnerstag Vermutungen zurĂŒckgewiesen, fĂŒr die VorfĂ€lle verantwortlich zu sein.

Das deutsche Verteidigungsministerium teilte mit, DĂ€nemark habe verschiedene Nationen um UnterstĂŒtzung bei der Absicherung EU-Gipfels gebeten. Hintergrund seien die massiv aufgetretenen, flĂ€chendeckenden VorfĂ€lle mit «nicht identifizierten unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere im Umfeld ziviler und militĂ€rischer Infrastruktur in DĂ€nemark». Es sei entschieden worden, im Bereich Systeme zur Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen einen Beitrag zu leisten.

Zu Detailfragen, etwa um welche Drohnenabwehr-FĂ€higkeiten es sich handele, und ob die betreffenden Einheiten bereits auf dem Weg seien, Ă€ußerte sich das Verteidigungsministerium auf Anfrage nicht. Aus MilitĂ€rkreisen hieß es, die Anti-Drohnen-KrĂ€fte der Bundeswehr seien seit Sonntagmorgen unterwegs.

Themen des EU-Gipfels sind unter anderem der Schutz von kritischen Infrastrukturen sowie die StĂ€rkung der gemeinsamen europĂ€ischen Verteidigungsbereitschaft. DĂ€nemark hatte im Sommer den EU-Ratsvorsitz ĂŒbernommen.

Viele Drohnensichtungen bei der Polizei gemeldet

UnabhĂ€ngig von der Mitteilung der StreitkrĂ€fte teilte die dĂ€nische Polizei der Nachrichtenagentur Ritzau mit, dass in der Nacht zu Sonntag mehrere Meldungen zu Drohnen eingegangen seien. Keine habe aber zur Sperrung des Luftraums ĂŒber dĂ€nischen FlughĂ€fen gefĂŒhrt. Bei mehreren Meldungen habe sich am Ende um Vögel, Sterne oder LinienflĂŒge gehandelt.

@ dpa.de

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