Russland, Ukraine

Selenskyj deutet mögliche politische Lösung um die Krim an

28.08.2023 - 09:12:06

Wiederholt zeigte sich die Ukraine entschlossen, die von Russland annektierte Halbinsel Krim zurĂŒckzuerobern. Nun stellt PrĂ€sident Selenskyj auch eine Verhandlungslösung in Aussicht.

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hĂ€lt eine Verhandlungslösung fĂŒr die seit 2014 von Russland annektierte Krim fĂŒr möglich. «Wenn wir an den Verwaltungsgrenzen der Krim sind, denke ich, kann man politisch die Demilitarisierung Russlands auf dem Gebiet der Halbinsel erzwingen», sagte er in einem Interview am Sonntag, das am Montagmorgen von mehreren ukrainischen Medien aufgegriffen wurde. In der Vergangenheit hatte Kiew mehrfach seine Entschlossenheit betont, die Krim militĂ€risch zurĂŒckzuerobern.

Derzeit versuchen ukrainische Soldaten im SĂŒden des Landes bei ihrer Offensive, besetzte Gebiete zurĂŒckzugewinnen und bis an die KĂŒste zur Krim vorzustoßen. Danach könnte auch die Halbinsel erobert werden.

Laut Selenskyj wĂ€re eine politische Lösung fĂŒr die Krim allerdings besser, da sie mit weniger Opfern verbunden wĂ€re. Zugleich betonte Selenskyj in dem Interview, dass er den Krieg nicht auf russisches Gebiet verlagern wolle. Ziel sei die Befreiung der eigenen Gebiete. Sollte die Ukraine hingegen weit auf russisches Gebiet vorstoßen, drohe die Gefahr, schnell die UnterstĂŒtzung westlicher Partner zu verlieren und allein gegen Russland kĂ€mpfen zu mĂŒssen.

Russische Propagandisten haben die Notwendigkeit, den Krieg weiterzufĂŒhren, auch immer wieder damit begrĂŒndet, dass bei einer Niederlage Russland selbst eine Spaltung und Besetzung durch auslĂ€ndische KrĂ€fte drohe.

In den vergangenen Monaten sind zwar auch immer wieder russische Grenzregionen von der Ukraine aus unter Beschuss geraten. Allerdings stehen die SchĂ€den in keinem VerhĂ€ltnis zu den Angriffen von russischer Seite auf ukrainisches Territorium. Zudem gab es von ukrainischer Seite aus keine großangelegten Offensiven auf russisches Gebiet mit dem Ziel, die Regionen dauerhaft zu besetzen.

@ dpa.de

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