KlimastaatssekretÀrin, Deutschland

KlimastaatssekretĂ€rin hĂ€lt Deutschland bei COP fĂŒr verhandlungsfĂ€hig

11.11.2024 - 08:17:53

Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Aserbaidschans Hauptstadt Baku bekrĂ€ftigt die deutsche Sonderbeauftragte fĂŒr internationale Klimapolitik im AuswĂ€rtigen Amt, Jennifer Morgan, dass Deutschland auch nach dem Bruch der Ampelkoalition in der Klimadiplomatie ein "verlĂ€sslicher Partner bleiben" werde.

In der FAZ (Montagsausgabe) forderte Morgan außerdem, dass sich auch im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen als EntwicklungslĂ€nder eingestufte Staaten an der Klimafinanzierung beteiligen. Explizit nannte die deutsche Verhandlerin auf der COP China, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. "Wer eine globale FĂŒhrungsrolle will, kann sich nicht verstecken. Wir leben nicht mehr in der Welt der alten Blöcke. Es gibt eine Erwartung an diese LĂ€nder", sagte Morgan. Als weitere Ziele der Verhandlungen nannte sie "eine Entscheidung, keine neuen Kohlekraftwerke zu bauen".

Und in den anstehenden nationalen KlimaplĂ€nen fĂŒr 2035 jeweils BemĂŒhungen zu verankern: "also BeitrĂ€ge zur globalen Verdreifachung von Erneuerbaren, zur Verdopplung der Energieeffizienz und dem Stopp von Entwaldung bis 2030". Außerdem sollten klimaschĂ€dliche Subventionen abgebaut werden, "wenn sie nicht der ArmutsbekĂ€mpfung oder sozialen Abfederung dienen. Ich wĂŒnsche mir, dass wir auch bei KohlenstoffmĂ€rkten vorankommen." Sollten die USA unter PrĂ€sident Trump wieder aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen, werde Deutschland mit seinen internationalen Partnern trotzdem an der Umsetzung des Abkommens arbeiten. Auch "der Wettlauf um Klimaschutz und klimafreundliche Industrien" werde weitergehen, sagte Morgan. "Die Erfahrung von 2016 zeigt: Alle LĂ€nder sind weiter vorangegangen, wĂ€hrend der Weltklimakonferenz, aber auch danach in der Umsetzung des Pariser Abkommens. Mittlerweile sind die negativen Auswirkungen der Klimakrise auf der ganzen Welt prĂ€sent, aber gleichzeitig sind auch die ökonomischen Chancen grĂ¶ĂŸer denn je. Die jĂŒngsten Studien der Internationalen Energieagentur haben gezeigt: Die globale Energiewende lĂ€sst sich nicht zurĂŒckdrehen."

@ dts-nachrichtenagentur.de