Israels, Sicherheitskabinett

Israels Sicherheitskabinett beginnt Sitzung zu Gaza-Deal

17.01.2025 - 11:05:13

ZunĂ€chst muss Israels Sicherheitskabinett dem Gaza-Abkommen zwischen Israel und der Hamas zustimmen, anschließend die israelische Regierung. Dann kann es planmĂ€ĂŸig am Sonntag beginnen.

Israels Sicherheitskabinett hat nach offiziellen Angaben seine Beratungen zum Abkommen mit der Hamas ĂŒber eine Waffenruhe und den Austausch von Geiseln gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge begonnen. Das teilte das BĂŒro von MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu mit. Die Sitzung in Jerusalem begann spĂ€ter als geplant.

Nach dem Sicherheitskabinett muss noch die Regierung dem Deal zustimmen. Nach Informationen der «Times of Israel» ist dies erst fĂŒr Samstagabend geplant. Eine Billigung des Abkommens durch das Sicherheitskabinett und die gesamte Regierung gilt als sicher.

Nach israelischem Recht können Angehörige von Terroropfern gegen die Freilassung bestimmter palÀstinensischer HÀftlinge noch 24 Stunden lang Einspruch beim Obersten Gericht gegen das Abkommen einlegen. Die Namen der palÀstinensischen HÀftlinge sollen Medien zufolge bereits im Anschluss an die Sitzung des Sicherheitskabinetts veröffentlicht werden, damit das Abkommen am Sonntag umgesetzt werden kann.

ZunĂ€chst hatte es geheißen, dass sie erst nach der Regierungssitzung am Samstagabend veröffentlicht werden. Damit wĂ€re der Beginn der Waffenruhe am Sonntag aber nicht möglich gewesen. Da am Freitagabend der Schabbat, der jĂŒdische Ruhetag, beginnt, hĂ€tten religiöse Menschen laut Medien nicht genug Zeit gehabt, um Einspruch einzulegen.

PlanmĂ€ĂŸig soll die Waffenruhe am Sonntag um 12.15 Uhr (11.15 Uhr MEZ) beginnen. Das BĂŒro Netanjahus kĂŒndigte an, es könne wie geplant in Kraft treten, sofern Sicherheitskabinett und Regierung zustimmen. Mit der Freilassung der ersten Geiseln wird demnach am Sonntag gerechnet. Israelischen Medien zufolge könnte dies um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) passieren.

Beim letzten Abkommen zwischen Israel und der Hamas im November 2023 lehnte Israels Oberstes Gericht einen Einspruch gegen die Vereinbarung ab.

@ dpa.de