Defektes Datenkabel in der Ostsee wird repariert
25.11.2024 - 10:47:39In der Ostsee hat die Reparatur eines beschĂ€digten Telekommunikationskabels zwischen Helsinki und Rostock begonnen. Das Spezialschiff «Cable Vigilance» traf am frĂŒhen Morgen aus dem französischen Calais am Ort des Kabelbruchs ein und nahm die Reparaturarbeiten auf, wie aus Angaben des Kabelbetreibers Cinia hervorging. PlanmĂ€Ăig soll das unterseeische Kabel C-Lion1 bis Ende November wiederhergestellt sein.Â
Cinia hatte vor einer Woche sĂŒdöstlich der schwedischen Insel Ăland einen Defekt an C-Lion1 festgestellt. Seitdem sind die Kommunikationsverbindungen ĂŒber das Kabel unterbrochen. Kurz darauf war bekannt geworden, dass nicht einmal 24 Stunden zuvor auch SchĂ€den an einem weiteren Kommunikationskabel in der Ostsee zwischen der schwedischen Insel Gotland und Litauen aufgetreten waren. Die Ursache ist in beiden FĂ€llen bislang nicht geklĂ€rt. Die schwedische Polizei hat Ermittlungen wegen möglicher Sabotage aufgenommen, auch Behörden anderer LĂ€nder ermitteln dazu, ob die Kabel vorsĂ€tzlich beschĂ€digt wurden.
Chinesischer Frachter weiter im Fokus der Ermittlungen
In den Fokus der Ermittler ist ein chinesisches Schiff mit dem Namen «Yi Peng 3» gerĂŒckt. Schiffe von Behörden verschiedener Nato-Staaten - darunter zwei aus Deutschland - befinden sich Trackingdiensten zufolge in der NĂ€he des Frachters, der seit Tagen im Kattegat zwischen DĂ€nemark und Schweden sĂŒdlich der kleinen Insel Anholt vor Anker liegt. Ob die «Yi Peng 3» festgesetzt worden ist, ist weiterhin nicht offiziell bestĂ€tigt worden.
Aus dem chinesischen AuĂenamt hieĂ es, man stehe mit den in diesen Fall involvierten Parteien ĂŒber die diplomatischen KanĂ€le in Kontakt. Zu den genauen UmstĂ€nden des chinesischen Schiffes könnten keine weiteren Informationen unterbreitet werden, sagte Sprecherin Mao Ning in Peking.
Das Glasfaserkabel C-Lion1 verlĂ€uft auf einer LĂ€nge von 1.173 Kilometern zwischen Helsinki und Rostock und verbindet mitteleuropĂ€ische Telekommunikationsnetzwerke mit Finnland und anderen LĂ€ndern in Nordeuropa. GröĂere BeeintrĂ€chtigungen fĂŒr die Internetverbindungen von Nutzern oder fĂŒr den Datenverkehr soll es durch den Kabelbruch bislang nicht gegeben haben, da Betreiber auf andere Verbindungen ausweichen können.


