Trump gewinnt Vorwahl der Republikaner in New Hampshire
24.01.2024 - 02:17:46Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump hat die wichtige Vorwahl zur PrĂ€sidentschaftskandidatur der Republikaner im Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News am Abend (Ortszeit) ĂŒbereinstimmend unter Berufung auf eigene Prognosen.
Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, lieferten sich in dem kleinen Bundesstaat an der OstkĂŒste ein Duell um die Nominierung ihrer Partei fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl Anfang November. Floridas Gouverneur Ron DeSantis war kurz vor der Abstimmung aus dem Rennen ausgestiegen. Trump hatte in New Hampshire bereits in Umfragen klar vor Haley gelegen - allerdings mit weniger Abstand als in anderen Bundesstaaten.
Haley: «Das Rennen ist noch lange nicht vorbei»
FĂŒr Haley wĂ€re ein Sieg in New Hampshire deshalb besonders wichtig gewesen. Die 52-JĂ€hrige, die als Diplomatin einst Trumps konfrontative AuĂenpolitik auf internationaler BĂŒhne zu vertreten hatte, gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als politisch moderater als ihr frĂŒherer Chef und ist auch rhetorisch deutlich gemĂ€Ăigter unterwegs. In New Hampshire hoffte sie wegen der weniger radikal gesinnten WĂ€hlerschaft im konservativen Lager auf einen Erfolg.
Haley will trotz der Niederlage nicht aufgeben. «Das Rennen ist noch lange nicht vorbei, es gibt noch Dutzende von Bundesstaaten, die noch vor uns liegen», sagte sie in Concord. «Ich bin eine KĂ€mpferin.» Sie gratulierte Trump zu seinem Sieg in New Hampshire, fĂŒgte aber hinzu, dass eine zweite Amtszeit ihres Konkurrenten nur Chaos ĂŒber das Land bringen werde. Die 52-JĂ€hrige forderte den 25 Jahre Ă€lteren Rivalen erneut zur Teilnahme an einer TV-Debatte auf und zweifelte seine geistige ZurechnungsfĂ€higkeit an.
Trump hat nach seinem Sieg Haley verbal attackiert. «Sie dreht eine Siegerrunde, dabei haben wir sie so deutlich geschlagen», sagte Trump in Nashua. Haley sei eine Hochstaplerin, die den Sieg fĂŒr sich beanspruche. «Sie wird nicht gewinnen», sagte Trump.
Parteibasis steht eisern hinter Trump
Dass Trump nun auch in New Hampshire siegte, zeigt einmal mehr, wie eisern die Parteibasis hinter dem 77-JĂ€hrigen steht. Gegen den Republikaner laufen vier strafrechtliche Verfahren - unter anderem wegen seiner Versuche, das Wahlergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen, die er gegen den Demokraten Joe Biden verlor. Trump hat bei seinen AnhĂ€ngern trotz der juristischen Probleme nicht an Beliebtheit eingebĂŒĂt. Der Sieg in New Hampshire macht ein erneutes Duell zwischen ihm und Biden bei der kommenden PrĂ€sidentenwahl wahrscheinlicher.
Wer in den USA PrĂ€sidentschaftskandidat werden will, muss sich zunĂ€chst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekĂŒrt. Die eigentliche PrĂ€sidentenwahl steht am 5. November an.
Die erste Vorwahl-Entscheidung der Republikaner fiel Mitte Januar im Bundesstaat Iowa. Trump gewann dort mit groĂem Abstand vor DeSantis und Haley. WĂ€hrend in Iowa bei Parteiversammlungen abgestimmt wurde, den sogenannten Caucus-Treffen, entschieden die Menschen in New Hampshire am Dienstag klassisch in Wahllokalen ĂŒber ihren Favoriten.







