Die Ruhe vor dem Sturm?!
Fundamental: In diesem Jahr wird es laut aktuellen Prognosen zu einem Palladiumangebot von ca. 9 Mio. Unzen kommen. Damit wird die angebotene Menge die Nachfrage ĂŒbersteigen. Das lĂ€sst zunĂ€chst negative Auswirkungen auf den Palladiumkurs erwarten. Betrachtet man den Palladiumpreis kann diese Vermutung jedoch nicht bestĂ€tigt werden. Der Preis fĂŒr eine Unze Palladium ist seit Januar 2006 von 206 USD auf aktuell ĂŒber 320 USD gestiegen. Der Grund fĂŒr dieses Kursverhalten ist die Angebotserhöhung durch VerkĂ€ufe aus LagerbestĂ€nden des russischen Schatzamtes. Die Russische Föderation bestreitet ca. 50% des weltweiten Palladiumangebotes. Zwei Drittel des landesweiten Angebotes werden durch den Konzern Norilsk Nickel erwirtschaftet. 30% werden aus den LagerbestĂ€nden der russischen Regierung auf den Weltmarkt gebracht. Die Frage ist, wie lange die Regierungsreserven noch zur VerfĂŒgung stehen. Sollten diese BestĂ€nde ausgehen, wĂŒrden weltweit ĂŒber 500.000 Unzen fehlen. Am Kursverlauf ist zu erkennen, dass der Markt diese Unsicherheit bereits honoriert hat. Der hohe Marktanteil von Norilsk Nickel birgt ebenfalls Gefahren fĂŒr die Angebotsseite in sich. Sollte es innerhalb dieses Konzerns zu Liefer-schwierigkeiten kommen, ist auf einen Schlag die HĂ€lfte der Weltproduktion betroffen.
Charttechnik: Im September musste das Palladium einen ĂŒber 15%igen KursrĂŒcksetzer verkraften als der Kurs um 60 USD einbrach. Erst der Supportbereich um 290 USD konnte den Kursverfall stoppen. In den letzten Handelstagen bewegte sich der Kurs ĂŒbergeordnet seitwĂ€rts. Die Marke 330 USD und 320 USD dominieren. In unseren Augen ist dies die Ruhe vor dem Sturm. FĂŒr die kommenden Wochen erwarten wir den Ausbruch ĂŒber die obere Begrenzung dieser Handels-spanne. Das technische Umfeld prĂ€sentiert sich dement-sprechend. Der AbwĂ€rtstrend wurde verlassen. Es liegt ein kurzfristiger AufwĂ€rtstrend vor. Handelsempfehlung Wir möchten die aktuelle Korrektur nutzen und bauen eine entsprechende Long-Position in den nĂ€chsten Tagen auf. Auch ein weiterhin schwacher USD sollte uns in die HĂ€nde spielen. Weitere Details und konkrete Handelsempfehlungen lesen Sie im berlinvestor Rohstoffbörsenbrief (unter berlinvestor.de)
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| 20.12.06 15:04 Uhr

