Neckermann, Erfolgskurs

Der Handelskonzern KarstadtQuelle AG will seine Versandhandelstochter Neckermann verkaufen.

Ohne Neckermann auf Erfolgskurs. Mehrer Finanzinvestoren zeigen Interesse. Der Verkauf könnte sogar noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Analysten erhöhen hierauf das Kursziel fĂŒr die KarstadtQuelle-Aktie.

KarstadtQuelle (WKN 627500) ist bereits seit lĂ€ngerem damit beschĂ€ftigt, das verlustreiche VersandhandelsgeschĂ€ft neu zu strukturieren. Nach Unternehmensangaben kommt auch ein Börsengang von Neckermann 2007 in Frage. KarstadtQuelle will daneben die Bereichen E-Commerce und Teleshopping weiter ausbauen und sich in den WachstumsmĂ€rkten in Mittel- und Osteuropa besser positionieren. KarstadtQuelle insgesamt steht im Gegensatz zu Versandhandelssparte derzeit wieder besser da. Erstmals vor dem WeihnachtsgeschĂ€ft musste kein Kredit in Anspruch genommen werden. Im FrĂŒhjahr waren Immobilien im Wert von 4,5 Mrd. Euro an ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Investmenthaus Goldman Sachs verkauft worden. Der operative Verlust im Versandhandel stieg jedoch im 3. Quartal auf rund 88 Mio. Euro. Die Analysten von Independent Research haben inzwischen das Coverage fĂŒr die KarstadtQuelle-Aktie ĂŒberarbeitet und das Wertpapier von "Verkaufen" auf "Reduzieren" hoch gestuft. Sie nennen als Kursziel statt bislang 15,50 jetzt 17,50 Euro. Fazit: Durch die Verkaufsspekulationen der Neckermann-Tochter stieg die KarstadtQuelle-Aktie heute mehr als 5% und notiert damit wieder ĂŒber 20 Euro. Karstadt-AktionĂ€re sollen bei einem IPO der Tochter auch Neckermann-Anteile bekommen, heißt es. Sie könnten dann selbst entscheiden, ob sie sie halten oder gegen Bares eintauschen. KarstadtQuelle selbst will dem Management zufolge zumindest Anteile an Neckermann behalten. Autor: derAktieninvestor, 16:32 28.11.06
@ ad-hoc-news.de | 28.11.06 16:32 Uhr