Marktbericht Gold und Silber: Indiens Nachfrage verdoppelt s
Die Notierungen des April Gold Futures legten ĂŒber Nacht im elektronischen Handel um 5,20$ auf 620,60$ zu. In Japan gibt zur Stunde der aktivste Monat (Dezember 2007) um 32 Yen auf 2.365 Yen pro Gramm nach. Da gestern in Japan Feiertag war und daraufhin die Börsen geschlossen waren, bezieht sich die VerĂ€nderung auf den Schlusskurs von Freitag.
Silber liegt aktuell in den U.S.A. mit 0,08$ im Plus bei 12,44$ (Basis MĂ€rz 2007).
Heute morgen meldetete eine indische Tageszeitung, dass sich die Goldnachfrage an einigen indischen HandelsplĂ€tzen unter anderem in Gujarat verdoppelt hat. Der starke Einbruch der letzten Woche aufgrund der starken US Arbeitsmarktdaten, lies das Edelmetall auf Wochensicht um fast fĂŒnf Prozent einbrechen. HĂ€ndler in Gujarat berichten, dass sich daraufhin die Nachfrage von 250kg pro Tag auf 500kg gesteigert habe.
Aus Bolivien war gestern zu hören, dass die Steuern der Bergbauunternehmen um 600% gesteigert werden sollen. Ein Sprecher des PrĂ€sidenten Evo Morales sagte in einem GesprĂ€ch, dass die Exporte von Minen, die in Bolivien tĂ€tig sind im Jahr 2006 die Marke von einer Milliarde US Dollar durchbrochen hĂ€tten. Diese Summe hat auch die Aufmerksamkeit des Bergbauministers auf sich gezogen, der anschlieĂend eine deutliche Steuererhöhung durchsetzte. Sollten sich die Exporte im Jahr 2007 wieder auf eine Milliarde US Dollar belaufen, betrĂ€gt der Anteil Boliviens nicht mehr 40 Millionen wie in 2006 sondern 300 Millionen Dollar.
Vietnam gab gestern bekannt, dass die Goldimporte in diesem Jahr von 50 Tonnen in 2006 auf nun 60 Tonnen gesteigert werden sollen. Des weiteren teilte der gröĂte Juwelier Vietnams "Saigon Jewelry" mit, dass im Jahr 2006 ĂŒber 1,69 Millionen Taels (1 Tael = 1,25 Unzen Gold) verkauft werden konnten. Dieser Wert entspricht dem höchsten Stand der jemals gemessen werden konnte. Auch in den kommenden Jahren dĂŒrfte die Nachfrage in Vietnam aufgrund des starken Wachstums (8,4% im Durchschnitt ĂŒber zehn Jahre, zweiter Platz nach China) hoch bleiben.
MÀrz Rohöl notiert zur Stunde wieder niedriger, was jedoch offenbar durch einen Anstieg des MÀrz Euro um 15 Pips ausgeglichen werden kann. Die europÀische Valuta profitiert immer noch von den höheren AuftragseingÀngen in Deutschland wÀhrend der Monate Oktober und November.
Wichtige Wirtschaftsdaten stehen heute nicht auf der Agenda. Erst morgen wird es wieder spannend, wenn die amerikanische Handelsbilanz fĂŒr November bekannt gegeben wird.
@ ad-hoc-news.de
| 09.01.07 08:45 Uhr

