Goldaktien

Goldaktien labil

Der Goldpreis wird im gestrigen New Yorker Handel erneut bis auf 606 $/oz gedrĂŒckt, kann sich aber im Handelsverlauf auf 613 $/oz erholen. Heute morgen notiert der Goldpreis im Handel in Sydney und Hongkong mit 613 $/oz genau auf dem Vortagesniveau. Trotz der Erholung des Goldpreises, einem Anstieg des Silberpreises und einer stabilen Entwicklung der Basismetallpreise geben die Goldminenaktien weltweit nach und deuten weitere RĂŒckschlĂ€ge fĂŒr den Gesamtmarkt an. Auf Eurobasis kann der Goldpreis wegen der stabilen Entwicklung des Dollars leicht zulegen (aktueller Preis 15.181 Euro/kg, Vortag 15.035 Euro/kg). Wir erwarten fĂŒr die nĂ€chsten Monate eine Entwicklung der Edelmetallpreise unter grĂ¶ĂŸeren Schwankungen und eine sich beschleunigende Fortsetzung der Goldhausse in Richtung unseres neuen Preisziels von 750 $/oz und des alten historischen Höchstkurses von 871 $/oz. Aufgrund der fundamentalen Verfassung des Goldmarktes halten wir eine Umkehr des langfristigen AufwĂ€rtstrends praktisch fĂŒr ausgeschlossen. Mittel- bis langfristig wird der Goldpreis durch eine breit angelegte AufwĂ€rtsentwicklung des Ölpreises, der Basismetallpreise und des Silberpreises unterstĂŒtzt, der sich parallel zum Goldpreis erholt (aktueller Preis 12,48 $/oz, Vortag 12,43 $/oz). Platin kann leicht zulegen (aktueller Preis 1.130 $/oz, Vortag 1.121 $/oz). Palladium entwickelt sich seitwĂ€rts (aktueller Preis 335 $/oz, Vortag 337 $/oz). Bei den Basismetallen bricht Zink um 3,6 % (Vortag -5,0 %) weiter ein. Aluminium erholen sich 2,7 % und Kupfer 2,0 %. Mit dem Goldpreis ĂŒber der 600 $/oz-Marke bleibt die Wahrscheinlichkeit gering, (10:90), daß der Goldpreis durch gezielte Manipulationseingriffe der Zentralbanken, insbesondere durch Goldverleihungen der Bank of England unter den langfristigen AufwĂ€rtstrend, der mittlerweile bei etwa 520 $/oz verlĂ€uft, gedrĂŒckt werden könnte (vgl. Leitartikel in: "Goldmarkt", Ausgabe 10/05). Der nordamerikanische xau-Index verliert 0,6 % oder 0,7 auf 132,1 Punkte. Bei den Standardwerten gibt Goldcorp 1,7 % nach. Kinross erholt sich um 2,2 %. Bei den kleineren Werten verlieren Rio Narcea 4,3 % und Gammon Lake 2,3 %. Queenstake und Yamana verbessern sich jeweils 4,6 %. Die sĂŒdafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel uneinheitlich. DRD erholt sich 7,7 %, Harmony verliert 1,6 %. Der australische Markt entwickelt sich heute morgen nach der gestrigen Erholung mit weiteren EinbrĂŒchen. Bei den Produzenten verlieren Tanami 7,7 %, Sino Gold 7,2 %, Intrepid 5,5 %, Bolnisi 5,3 %, Kingsgate 5,0 % und BMA Gold 4,3 %. Bei den Explorationswerten geben Austindo 13,3 %, Avoca 9,1 %, Highlands Pacific 6,1 % und Citigold 4,7 % nach. Bendigo erholt sich um 8,3 %. Bei den Basismetallwerten geben Perilya 6,3 % und Oxiana 3,8 % ab. Wichtigste Kurznachrichten: Die australische Croesus meldet den Verkauf der Central Norseman Mine fĂŒr 66 Mio A$ an die britische Davos Resources. Mit dem Geld dĂŒrfte eine Sanierung der Croesus möglich sein. Allerdings sollen die Aktien im VerhĂ€ltnis von 15 alten Aktien zu 1 neuen Aktien zusammengelegt werden. Anschließend soll eine Kapitalerhöhung durchgefĂŒhrt werden, so daß Croesus als Explorationswerte weiter existieren kann. Wahrscheinlich werden dadurch etwa 90 % des Gegenwertes der Croesus verloren gehen. Die Aktien der australischen Emperor bleiben vom Handel ausgesetzt. Die Gesellschaft bereitet eine Kapitalerhöhung vor. Der Handel soll in den nĂ€chsten Tagen wieder aufgenommen werden. Westgold Unsere Edelmetallhandelsfirma Westgold (www.westgold.de) verzeichnete am Dienstag weiterhin UmsĂ€tze auf einem hohen Niveau. Umsatz-Spitzenreiter waren 1 oz GoldmĂŒnzen der Lunar-Serie, wobei hier vor allem das Motiv des Tigers gekauft wurde, bei dem als nĂ€chstes das Erreichen der Auflagengrenze von 30.000 StĂŒck erwartet wird. Im Silberbereich wurden 1 oz Maple Leaf, 1 oz American Eagle, aber auch 1 kg-Kookaburra und trotz der ungĂŒnstigen Steuerbelastung 1 kg-Barren geordert. Im Ankauf wurden uns vor allem 1 oz KrĂŒgerrand angeboten. Das VerhĂ€ltnis von KĂ€ufern zu VerkĂ€ufern blieb bei etwa 8:1.
@ ad-hoc-news.de | 10.01.07 08:25 Uhr