Alle wissen, dass wir Menschen so genannte âGewohnheitstiereâ sind. Nur wenn es um das Thema Bewegung geht, fĂ€llt es uns schwer dies zur Gewohnheit werden zu lassen. Woran liegt das? Ich habe mich in meiner Diplomarbeit genau mit diesem PhĂ€nomen beschĂ€ftigt und meine Forschungsergebnisse einer Diplom Psychologin fĂŒr Ihre Dissertation zur VerfĂŒgung gestellt. Um regelmĂ€Ăig sportlich aktiv zu werden, mĂŒssen wir zuerst unsere Barrieren aus dem Weg rĂ€umen, die uns daran hindern regelmĂ€Ăig und langfristig aktiv zu werden. Ich konnte dank meiner Forschungsergebnisse ein Ranking der Top 3 Barrieren erstellen.
Trainingspartner fehlen
Ohne Trainingspartner ist das Training langweilig und die Motivation fehlt. Zudem werden sportliche Termine eher eingehalten, wenn man eine Verabredung hat. Auch wenn man selbst einmal keine Lust hat, bewegt der Partner einen wieder zum Training.
Sport wird nicht geplant
Ohne fix in den Kalender eingetragene Sporttermine, fÀllt es uns schwer uns zu disziplinieren. Wichtig ist auch, dass Familie, Freunde und Arbeitskollegen von diesen Terminen wissen, damit keine anderen Verabredungen dazwischen kommen.
Sporttasche liegt zuhause
Wenn wir die Sporttasche nicht im Auto haben und direkt nach der Arbeit nach Hause mĂŒssen, um die Sporttasche zu holen, ist die Gefahr groĂ das wir statt die Tasche zu packen, aufrĂ€umen, kochen, WĂ€sche waschen oder auf der Couch landen.
Wie wird eine neue Gewohnheit zur Gewohnheit? â indem man sie immer und immer wieder wiederholt.
Betriebssport trĂ€gt zur RegelmĂ€Ăigkeit bei
Um diese drei erwĂ€hnten Barrieren so gering wie möglich zu halten, bieten sich GesundheitsförderungsmaĂnahmen wie z.B. Bewegungs- und PrĂ€ventionsangebote direkt am Arbeitsort an. Die Trainingspartner sind die Arbeitskollegen, die Sporttermine können fix in den Outlook Kalender eingetragen werden und die Sporttasche muss zwangslĂ€ufig mit zur Arbeit genommen werden. Somit steht der regelmĂ€Ăigen und langfristigen sportlichen BetĂ€tigung nichts mehr im Wege.
Unternehmen sind daher sehr gut beraten, ein Betriebssport Angebot im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) einzufĂŒhren und damit ihren Mitarbeitern die regelmĂ€Ăige Bewegung zu erleichtern und fĂŒr deren Gesundheit und LeistungsfĂ€higkeit beizutragen.
Ăber die Autorin: Jennifer Filz hat als Diplom Fitnessökonomin verschiedene MaĂnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in einer Industriefirma mit 1000 Mitarbeitern eingefĂŒhrt und grĂŒndete 2013 die Firma
Just Functional, mit der sie ein neues Betriebssport Konzept entwickelte.