Krieg, Iran

Was passiert mit Iran?

Börse und Krieg

In den letzten Tagen erreichen mich wieder zahlreiche Weltuntergangsszenarien. Besonders die Spannungen am Golf treten hierbei in den Vordergrund. Wenn's dort knallt - so heisst es - explodiert der Ölpreis und die AktienmĂ€rkte kollabieren. Selbst der Angriffszeitpunkt soll angeblich schon feststehen: Ostersamstag um 0 Uhr 40. Wird es eine böse OsterĂŒberraschung geben? Ich glaube nicht. Ein anderes glaubwĂŒrdiges Szenario besagt nĂ€mlich, dass es keinen Angriff geben wird. Auch wenn noch so viele Kriegsschiffe am Golf zur Schau gestellt werden. Hunde, die bellen, beissen nicht! Sollte der Iran mit seinem Atomprogramm nicht aufhören, so wird es im Laufe des Jahres wahrscheinlich lediglich gezielte Angriffe auf die Atomanlagen geben. Damit ist das Ziel erreicht. Mehr noch: eine gewisse Destabilisierung des Landes dĂŒrfte sogar zum Sturz des Mullahregimes fĂŒhren.
Die Iraner sind dem Westen mehr zugetan, als es hier in den Medien wider geben wird. Iraner sind auch keine "Araber". Wenn man einen Iraner "Araber" nennt, so gilt dies in Teheran als Beleidigung. Die Bevölkerung hat kein Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen, die Wirtschaft des Landes ist am Boden. Auch die Arbaber auf der anderen Seite der Strasse von Hormuz (die ich ĂŒbrigens jĂŒngst besuchte) wollen keine Atombomben in der Gegend. Insofern ziehen alle an einem Strang. Es spricht also einiges dafĂŒr, dass der Konflikt in Zukunft entschĂ€rft wird. Und das ist positiv - nicht nur fĂŒr die Börsen! Fazit: Immer optimistisch bleiben!
@ ad-hoc-news.de | 30.03.07 10:48 Uhr