Eine BĂ€renmarktrallye, mehr nicht!
Am Freitag preschten die Indizes wieder in Richtung Norden. Diesmal waren es Google und die Citigroup, die die MĂ€rkte in Euphorie versetzten. Beide Unternehmen konnten die Erwartungen der Analysten schlagen. Bei den Google-Ergebnissen können wir die positiven Reaktionen durchaus nachvollziehen. Doch bei der Citigroup gibt es unserer Ansicht nach keinen Grund zur Freude. Sicher, die Zahlen fielen nicht so schlecht aus, wie die Prognosen erwarten lieĂen, dennoch schlug am Ende ein dicker Fehlbetrag in der Quartalsbilanz zu Buche. Ganz davon abgesehen, es ist immer noch nicht ersichtlich wie viel Abschreibungsbedarf die Citigroup wirklich noch hat. Von konjunktureller Seite kommt aus den USA nach wie vor nichts Gutes. Der Arbeitsmarkt, der Hypothekenbereich und die Industrieproduktion befinden sich in Besorgnis erregendem Zustand. In Europa wird ebenfalls mit einer deutlichen AbschwĂ€chung des Wachstums gerechnet. In dieser Woche werden die aktuellen Daten zur Geldmengenentwicklung im Euroraum erwartet. Experten erwarten hier erste Anzeichen fĂŒr eine Abnahme des Geldmengenwachstums. Damit dĂŒrfte sich die Theorie bestĂ€tigen, dass sich die InvestitionstĂ€tigkeit infolge der Finanzmarktkrise
deutlich abgeschwĂ€cht hat. Heute noch zu behaupten, dass sich die Finanzmarktkrise nicht auf den Rest der Wirtschaft auswirkt, empfinden wir als sehr mutig. Die Banken sind wegen der hohen Abschreibungsbelastungen und den daraus folgenden LiquiditĂ€tsproblemen deutlich restriktiver in ihrer Kreditvergabe geworden. Dies wird zwangslĂ€ufig zu einem geringeren Wirtschaftswachstum und zu stagnierenden Unternehmensergebnissen fĂŒhren.
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| 21.04.08 12:33 Uhr

