ADVA: Kaufen?
ADVA: Kaufen?. ADVA strebt Marge von 10 Prozent an
Brian Protiva, CEO von ADVA (DE0005103006), gelang es erneut die eigenen Erwartungen zu ĂŒbertreffen. Das gefĂ€llt uns! In der Zeit von Juli bis September erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 58,1 Millionen Euro und ein Proforma Betriebsergebnis von zwei Millionen Euro oder eine Marge von 3,4 Prozent. In Aussicht gestellt wurden Einnahmen von 52 bis 57 Millionen Euro sowie eine Marge von bis zu drei Prozent. FĂŒr das Schlussquartal hat der Firmenchef die Schippe ĂŒber das Niveau von Q3 gelegt. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 54 und 59 Millionen Euro, sowie eine Proforma EBIT-Marge von bis zu vier Prozent. âWir zeigen erneut Wachstum und wollen den Trend aus den Vorquartalen weiter fortsetzenâ, sagt Protiva im GesprĂ€ch mit TradeCentre. HĂ€lt der Trend an, wird ADVA die Vorgaben erneut ĂŒbererfĂŒllen und einen Schnaps ĂŒber den eigenen Erwartungen liegen. Somit rechnen wir im Gesamtjahr mit einem Umsatz von mehr als 230 Millionen Euro. Das Proforma EBIT wird sich auf mehr als fĂŒnf Millionen Euro belaufen. Das berichtete Ergebnis wird auf EBIT als auch auf Nettobasis positiv ausfallen. Bereits nach neun Monaten lag das EBIT bei 0,2 Millionen Euro und der Fehlbetrag lediglich noch bei 0,1 Millionen Euro.
Besonders erfreulich entwickelt sich der Cashflow. Nach neun Monaten sprudelte der operative Cashflow mit ĂŒber 22 Millionen Euro. Der Free Cashflow erreichte rund acht Millionen Euro. FĂŒr das Gesamtjahr ist ein operativer Cashflow von 27 bis 28 Millionen Euro realistisch. AbzĂŒglich Capex erwarten wir einen Free Cashflow von mehr als zehn Millionen Euro. In frĂŒheren GesprĂ€chen nannte uns der CEO lediglich einen Zufluss aus betrieblicher TĂ€tigkeit von 25 Millionen Euro. Auch hier erfreut die Firma die Anleger und ĂŒbertrifft die Erwartungen.
Nach eigenen Angaben entwickeln sich die Ausgaben der europĂ€ischen Telkos fĂŒr Infrastruktur sehr ordentlich. âIch erwarte in den nĂ€chsten Monaten höhere Ausgaben fĂŒr Infrastruktur von Firmen aus USAâ. Das margenstĂ€rkere GeschĂ€ft mit Firmenkunden hat den Boden gefunden und ist der Hebel schlechthin fĂŒr ADVA. 2010 sollte dieses GeschĂ€ft deutlich besser verlaufen als in 2009. Mit steigendem FirmenkundengeschĂ€ft dĂŒrfte die Umsatzmarke von 60 Millionen Euro geknackt werden. Dann klingeln die Kassen richtig, da die Fixkosten weit unterproportional zum weiteren Umsatzwachstum expandieren. FĂŒr das Jahr 2010 strebt der Vorstandschef Umsatzwachstum an sowie eine Steigerung der Marge. âWir mĂŒssen wachsen und profitabler werden. Das ist unser Ziel fĂŒr 2010â. Nach unseren eigenen Berechnungen ist ein Zuwachs bei den Erlösen von fĂŒnf bis zehn Prozent darstellbar. Die Proforma EBIT-Marge erwarten wir zwischen vier und sechs Prozent. Unterstellen wir einen Umsatz von einer Viertelmilliarde und eine Marge von fĂŒnf Prozent, verdient ADVA in 2010 operativ mehr als zwölf Millionen Euro. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Aufwendungen fĂŒr Mitarbeiteroptionen dĂŒrften den Gewinn mit jeweils circa zwei Millionen Euro belasten. Das berichtete EBIT erwarten wir somit bei circa 8,5 Millionen Euro. Das Finanzergebnis dĂŒrfte mit rund einer Million Euro belasten und die rechnerische Steuerquote liegt bei circa 25 bis 30 Prozent. Auf Nettobasis sollten rund sechs Millionen Euro in der Kasse klingeln oder 13 Cent je Aktie. Brummt die Wirtschaft wieder, dĂŒrfte mehr drin sein. Mit der Margensteigerung in 2010 gibt sich Protiva aber nicht zufrieden. âUnser Ziel ist eine Proforma EBIT-Marge von zehn Prozentâ. Erreichbar könnte dieses Niveau in 2011 sein. Dann knallen bei ADVA die Korken. Operativ wĂŒrde dies bei stabilen UmsĂ€tzen einem Gewinn von 25 Millionen Euro entsprechen.
Dauerkaufempfehlung ADVA hat sich prĂ€chtig entwickelt. In der Spitze konnten mit dem Papier ĂŒber 100 Prozent Kursgewinn eingefahren werden. Inzwischen sind andere Marktteilnehmer auch auf das Potenzial des Unternehmens aufmerksam geworden. Kommt ADVA operativ weiter voran, könnte der Titel in 2010 das Comeback in den TecDAX feiern. KursrĂŒcksetzer sind Kaufkurse.
Viele GrĂŒĂe
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| 27.11.09 03:25 Uhr

