CTS, Eventim

CTS Eventim: Gewinnschub in 2009?

Was tun bei CTS?

Der Ticket-Vermarkter und Anbieter von Live-Entertainment will parallel zum organischen Wachstum im Jahr 2009 weiter ĂŒber Akquisitionen die eigene Marktstellung ausbauen. Wie uns Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg auf Nachfrage mitteilt, ist es das Ziel in europĂ€ischen Gefilden adĂ€quate Firmen zu ĂŒbernehmen. Im Fokus stehen ZukĂ€ufe im hoch margigen Segment Ticketing. Akquisitionen im Bereich Live-Entertainment plant der CEO nicht. Schulenberg hat fĂŒr das Vorhaben eine prall gefĂŒllte Kriegskasse. „Wir verfĂŒgen ĂŒber eine NettoliquiditĂ€t von rund 100 Millionen Euro“. Mit dem Geld könnte sich CTS Eventim (DE0005470306) beispielsweise locker die DEAG Deutsche Entertainment AG kaufen. Der Aktienkurs des Wettbewerbers ist drastisch abgestĂŒrzt. Der Börsenwert liegt ĂŒber zehn Millionen Euro. Am Markt kursierten bereits GerĂŒchte, dass CTS Eventim bei der DEAG einsteigt. Schulenberg verneint dies. „Wir kaufen keine Aktien von DEAG und haben kein Interesse an einer Übernahme“, erklĂ€rt der Firmenchef. Passen wĂŒrden die Berliner jedoch zum Bremer Branchenprimus. DEAG ist vor allem in der Schweiz und in England fest im Markt. Regionen in denen CTS Eventim kaum vertreten ist. Vielleicht ĂŒberlegt es sich Schulenberg doch noch mal anders. Andererseits sind sich DEAG-CEO Peter Schwenkow und der CTS-Lenker nicht gerade grĂŒn, was nicht bedeutet, dass der Kauf von DEAG-Aktien seitens CTS verboten ist. Operativ glĂ€nzt CTS Eventim seit Jahren mit ansehnlichen Wachstumsraten und starke Profite. Auch fĂŒr das Jahr 2008 strebt Schulenberg Rekordgewinne an. „Wir halten an unserer Prognose fest und rechnen mit einem EBIT ĂŒber dem Niveau des Vorjahres von 47 Millionen Euro“. Analysten erwarten bis zu 400 Millionen Euro Umsatz, ein EBIT von 51 Millionen Euro sowie einen JahresĂŒberschuss von 28 Millionen Euro oder 1,18 Euro Profit je Aktie. Vom Überschuss will Schulenberg rund 50 Prozent ausschĂŒtten. Konjunkturell trifft CTS Eventim die Krise bisher nicht. „Wir können keinen Einbruch feststellen“, sagt der CEO. Im Regelfall spĂŒren Unternehmen im Bereich Live-Entertainment und Ticketing die Krise nicht sonderlich stark. Konsumenten scheuen in solchen Zeiten eher große Investitionen und gönnen sich mit Konzertkarten das kleine GlĂŒck, um die Seele etwas zu beruhigen. FĂŒr das Jahr 2009 erwartet Schulenberg einen weiteren Anstieg des Gewinns. Die EBIT-Margen im Ticketing erwartet der FirmengrĂŒnder weiterhin bei ĂŒber 30 Prozent und im Segment Live-Entertainment zwischen sechs und acht Prozent. Treiber des zukĂŒnftigen Gewinnwachstums ist eine Partnerschaft mit dem weltgrĂ¶ĂŸten Veranstaltungsunternehmen Live Nation in den USA und in allen wichtigen MĂ€rkten Europas, sowie Asien, Afrika und Australien. Die Amerikaner nutzen die Ticketing-Software von CTS Eventim im nordamerikanischen Markt als Lizenz. „Wir sind starklar und die Software lĂ€uft“, sagt Schulenberg. Er erwartet aus dieser Partnerschaft in 2009 einen zusĂ€tzlichen Umsatz von mindestens 20 Millionen Euro. Und in fĂŒnf Jahren zusĂ€tzliche Einnahmen von jĂ€hrlich 100 bis 120 Millionen Euro. „Durch den Vertrag steuern wir neue Dimensionen an“. Die Zukunft will Schulenberg aktiv mitgestalten und davon profitieren. „Ich halte unverĂ€ndert die Mehrheit an CTS Eventim. Das soll so bleiben und ich habe auch keine Absicht in den Aufsichtsrat zu wechseln“, so Schulenberg. Analysten erwarten im kommenden Jahr ein EBIT von 56 Millionen Euro. Die generell etwas zu aggressive Berenberg Bank rechnet sogar mit einem EBIT von 70 Millionen Euro, was uns allerdings deutlich zu hoch erscheint. Mit einem KGV von 16 fĂŒr 2009 ist CTS Eventim nicht unbedingt ein SchnĂ€ppchen. Im Vergleich zum Gesamtmarkt hat sich das rund 570 Millionen schwere Unternehmen tapfer geschlagen, was eher fĂŒr die Aktie spricht als dagegen. An schwachen Tagen raten wir zum Kauf des Papiers. Viele GrĂŒĂŸe www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de | 19.01.09 22:55 Uhr