GPC, Biotech

Das zweite Halbjahr wird immens spannend!

GPC Biotech: Kaufen?

Ein sehr spannendes zweites Halbjahr steht bei dem Biotechnologieunternehmen vor der TĂŒr. Das Blockbuster-Medikament Satraplatin steht kurz vor der möglichen Zulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA. Am 24. Juli wird der Zulassungsantrag fĂŒr Zweitlinien-Chemotherapie von Patienten mit hormonresistenten Prostatakrebs vom „Oncologic Drugs Advisory Committee“ (ODAC) diskutiert. Bei Medikamentenzulassungen und anderen durch die FDA geregelten Bereichen, sprechen solche externen Experten-AusschĂŒsse der FDA unabhĂ€ngige Empfehlungen aus. Die schlussendliche Entscheidung fĂŒr eine Zulassung fĂ€llt die FDA voraussichtlich am 15. August. Bei einer positiven Entscheidung wird GPC Biotech (DE0005851505) relativ schnell mit der Vermarktung des Medikaments in den USA beginnen. Das sagt uns Finanzvorstand Mirko Scherer im HintergrundgesprĂ€ch. „LĂ€uft alles plangemĂ€ĂŸ, können wir voraussichtlich schon im vierten Quartal diesen Jahres die ersten UmsĂ€tze aus Satrplatin generieren“. In den USA hat die Gesellschaft bereits ihren eigenen Vertrieb aufgebaut und hat hierzu unter anderem 40 Außendienstmitarbeiter eingestellt. In den Staaten dĂŒrfte Satraplatin ein Umsatzpotenzial von 200 bis 300 Millionen Dollar haben. GPC Biotech hatte Satraplatin im Jahr 2002 von Spectrum Pharmaceuticals einlizenziert. JĂŒngst hat Pharmion, der sich die Vertriebsrechte fĂŒr Europa fĂŒr Satraplatin gesichert hat, den Zulassungsantrag fĂŒr den europĂ€ischen Markt eingereicht. Das Verfahren dĂŒrfte laut Scherer gut zwölf Monate dauern. Die Zulassung in Europa dĂŒrfte somit im Jahr 2008 erfolgen. Aufgrund des eingereichten Zulassungsantrages wird GPC Biotech eine Meilensteinzahlung in Höhe von acht Millionen Dollar seitens Pharmion erhalten. Im Gegenzug löste die Annahme des Zulassungsantrages auch eine Meilensteinzahlung von GPC Biotech an Spectrum in Höhe von 3,2 Millionen Dollar aus. Außerdem konnten die MĂŒnchener kĂŒrzlich auch mit Yakult Honsha einen Vermarktungspartner fĂŒr Japan gewinnen. Als Vorauszahlung klingelten rund zehn Millionen Dollar in der Kasse von GPC Biotech. Zu weiteren Meilensteinzahlungen seitens Yakult Honsha Ă€ußerte sich Scherer nicht. An den Nettoerlösen des Verkaufs von Satraplatin in Japan wird das Unternehmen mit mindestens 21 Prozent beteiligt sein. „Der Deal ist fĂŒr uns sehr lukrativ. Wir können bei den Nettoerlösen signifikant mit ĂŒber 21 Prozent beteiligt sein“, sagt der CFO. Eine Zulassung in Japan ist ab dem Jahr 2009 zu erwarten. Weitere Highlights im zweiten Halbjahr sind erste Daten aus der Kombinationsstudie mit Satraplatin und Taxol, die sich in der zweiten Phase befindet. „Wir rechnen gegen Ende diesen Jahres mit Nachrichten zum Verlauf dieser Studie, wie auch einzelner Phase I-Studien“. Insgesamt verfolgt GPC Biotech derzeit fast zehn Kombinationsstudien mit Satraplatin, die aber weiter ausgebaut werden sollen. Insgesamt schĂ€tzen Analysten das Potenzial von Satraplatin inklusive Kombinationsstudien auf deutlich ĂŒber eine Milliarde Dollar ein. Zudem sind noch in 2007 Daten der Phase I bezĂŒglich des Antikörpers zu erwarten. GPC Biotech steht somit vor einem sehr heißen zweiten Halbjahr. Dauerkaufempfehlung GPC Biotech zahlt sich bestens aus. Positive Nachrichten von der FDA könnten das Papier weiter beflĂŒgeln. Spekulativ orientierte Anleger kaufen die Aktie auf aktuellem Kursniveau.
@ ad-hoc-news.de | 15.07.07 09:46 Uhr